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Mittwoch, 20. September 2017

Faktencheck zur Bundestagswahl: Kohleausstieg

Die Bundestagswahl am 24. September 2017 rückt immer näher. Und da man zum Thema Energiepolitik so wenig von den Parteien hört, werden im Blog des Bremer Manifests seit dem 1. September wichtige Aspekte der Energiepolitik hinterfragt: 24-mal „fake oder Fakt?“ „falsch oder wahr?“. Bis zur Wahl werden jeden Tag Blogeinträge von verschiedenen Akteuren geschrieben und hier veröffentlicht:
https://www.bremer-manifest.de/blog/news/

Nachfolgend ein Faktencheck zum Kohleausstieg mit Fokus Braunkohle.

fake: Braunkohle sei der einzige heimische Energieträger, der in großen Mengen langfristig subventionsfrei zu wettbewerbsfähigen Konditionen bereitgestellt werden könne.[1] Ein Ausstieg vor 2045 gefährde die Versorgungssicherheit und den Industriestandort Deutschland.

Fakt: Tatsächlich erfolgen in Deutschland Subventionsmaßnahmen für Stein- und Braunkohle in der Größenordnung von mehreren Milliarden Euro jährlich. Dazu gehören u.a. Herstellerprivileg, Lizenzfreistellung und -reduzierung für den Stein- und Braunkohlebergbau, Sanierungsprogramm für Braunkohlebergbaulandschaften, Energiesteuerermäßigung für Energie-intensive Verfahren, Energiesteuerbefreiung für die Stromerzeugung, Forschungs- und Entwicklungsbudget für Kohle, Freistellung von der Stromsteuer sowie Zahlungen für Kapazitätsreserven.[2][3][4] Infrastrukturmaßnahmen werden auch aus öffentlichen Töpfen bezahlt. So wurden beispielsweise die Kosten für die Verlegung der Autobahn A4 im Verhältnis 56,3 zu 43,7 Prozent zwischen Bund und RWE Power als Verursacher des tagebaubedingten Neubaus aufgeteilt.[5]

Funktionierende Ökosysteme bilden unsere Lebensgrundlage. 

Für den Braunkohletagebau sollen weiterhin Ortschaften und Ökosysteme weichen. Was ist der „Wert“ von über Jahrhunderte gewachsene Dorfstrukturen?[6] Und was ist der „Wert“ eines Waldes, dessen Beschaffenheit der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU entspricht?[7][8] Bereits mehr als 35.300 Menschen haben die Petition „Hambacher Wald retten und Klima schützen“ unterschrieben.[9] Aktuelle Studien berechnen, dass bei einem früheren Ausstieg die Versorgungssicherheit weiterhin erhalten bleibe.[10]

Fazit: Was tun! Für eine enkeltaugliche Zukunft dürfen wir fossile Energieträger nicht länger abbauen und verbrennen. Es gibt bereits heute Alternativen, die bei fairen Marktbedingungen auch wettbewerbsfähig sind. Jetzt brauchen wir nur noch den Mut, neue Wege zu denken und auch zu gehen. Wie kommen wir zusammen? Dazu finden bundesweit bereits verschiedene Veranstaltungen zum Thema „Energie“ statt.[11] Lasst uns den Übergang hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung gemeinsam gestalten!

Hintergrund/links
  1. Bundesverband Braunkohle: 10 Fakten rund um Braunkohle
    http://www.braunkohle-forum.de/55-0-Wissen.html
  2. 2017-05 Europas Abhängigkeit von Kohle beenden: Deutschland
    https://www.odi.org/publications/10791-cutting-europe-s-lifelines-coal-germany
  3. 2015-01 Was Strom wirklich kostet
    https://www.greenpeace-energy.de/fileadmin/docs/publikationen/Studien/Greenpeace_Energy_Was_Strom_wirklich_kostet_2015.pdf
  4. 2004-01 Braunkohle - ein subventionsfreier Energieträger?
    https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/braunkohle-ein-subventionsfreier-energietraeger; https://wupperinst.org/p/wi/p/s/pd/29/
  5. 2013-05 A4-Verlegung: „Geschäft auf Kosten des Steuerzahlers“
    https://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/a4-verlegung-geschaeft-auf-kosten-des-steuerzahlers-1.574982
  6. http://energieliga.blogspot.de/search/label/heimat
  7. http://www.buirerfuerbuir.de/index.php/aktuelles/1-nachruf
  8. https://www.bund-nrw.de/presse/detail/news/vorerst-keine-rodungen-im-hambacher-wald/
  9. 2017-07 Wie ein Ausstieg aus der Kohle Deutschlands Klimaziele erreichbar macht, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden
    http://www.greenpeace.de/studie-kohleausstieg

  10. https://weact.campact.de/petitions/hambacher-wald-retten-klimaziele-realisieren-1
  11. https://www.transition-initiativen.de/themen/energie/termine
Termine

  • Freitag, 6. Oktober 2017 – 19:00 Wider den Wachstumszwang - in Ökodorf und Kohlegrube: Wie kann eine Welt jenseits von Wachstum, Konkurrenz und Profitstreben aussehen?
    https://www.degrowth.info/

  • Samstag, 14. Oktober 2017 – 10:30 „Aufbrechen!“ - Aktionsgottesdienst mit Pilgerweg in den Hambacher Forst
    http://www.ekir.de/

  • Sonntag, 15. Oktober 2017 – 11:30 Waldspaziergang Hambacher Wald Führung der anderen Art in einem einzigartigen alten Laubwald mit Michael Zobel und Eva Töller.
    http://naturfuehrung.com/
Filmtipp

Montag, 18. September 2017

Bürgewaldgemeinden: Wem gehört der Wald?

Arnold von Arnoldsweiler und Bürgewald

Wikipedia: "Arnold von Arnoldsweiler (* im 8. Jahrhundert; † um 800 in Ginnizweiler, heute Düren-Arnoldsweiler) ist ein Heiliger der römisch-katholischen Kirche und war Musiker (Harfenspieler und Sänger) am Hof Karls des Großen. Sein Gedenktag ist der 18. Juli."
https://de.wikipedia.org/wiki/Arnold_von_Arnoldsweiler

Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Düren-Nord: "Arnold erbat 774 während einer Jagd von Karl ein Waldgebiet zwischen Elle und Erft westlich von Köln, das der König ihm zusagte. Gemäß dem geltenden Recht grenzten beide den Wald ab, indem sie oder ihre Beauftragten ihn umritten und Bäume als Grenzzeichen markierten. Die ausführlich geschilderte Übergabe fand in Anwesenheit aller Führungskräfte des Reiches 775 auf dem Reichstag von Düren statt. Sofort nach dem Erhalt schenkte Arnold den Wald Gott und verteilte ihn unter den anliegenden Orten, in deren Besitz er bis 1967 blieb."
http://kirche-dueren-nord.de/index.php?option=com_content&view=article&id=990&Itemid=76

In der Arnolduskapelle sind 16 der beschenkten Dörfer auf Namensschildern aufgelistet.
Siehe Liste unten mit (*).

Wachszins

Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) St. Franziskus Düren-Nord: "Bereits 1360 bestätigte Herzog Wilhelm I. von Jülich (geb. um 1299, gest. 1361) die Verpflichtung der Bürgewaldgemeinden zur Entrichtung eines Kerzenopfers am Pfingstdienstag, später am Pfingstmontag. Diese Verpflichtung wurde erst im 19. Jahrhundert abgelöst."
http://kirche-dueren-nord.de/index.php?option=com_content&view=article&id=75&Itemid=65

Wikipedia: "Einige dieser Orte brachten bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts noch den Wachszins nach Arnoldsweiler. Heutzutage wird jedoch aus fast keinem dieser Orte mehr eine Kerze an das Arnoldusgrab gebracht, aber es gibt Ausnahmen. [...] Manheimer Pilger belebten in der Arnolduswoche 2013 diesen Brauch des Wachszinses wieder und opferten das erste Mal seit vermutlich über 100 Jahren eine Kerze am Arnoldusgrab in Arnoldsweiler."

Seit 2013 erbringen Manheimer Pilger wieder den Wachszins.

Katholische Kirche in Kerpen Süd-West: "Arnoldus und der Wachszins. Traditionell nimmt der Ortsausschuss wieder die Einladung zur Arnolduswoche an. Das Thema lautet: Seid bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen! Zur gemeinsamen Abfahrt der Teilnehmer treffen wir uns am Mittwoch, 19.07.2017, um 14.00 Uhr wie gewohnt in Manheim, Bergheimer Straße 5. Um 15.00 Uhr besuchen wir die hl. Messe mit anschließender Begegnung im Schützenheim. Herzliche Einladung an alle!"
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/seelsorgebereich-kerpen-sued-west/pfarrnachrichten/bereich_west/2017-07-15-AKTUELL-Bereich-West-Doppelausgabe-Endversion.pdf

Ortsvorsteherin Lonie Lambertz: "Manheimer bringen zu Ehren des Hl. Arnoldus den Wachszins nach Arnoldsweiler."
https://www.manheimer-vereinsrunde.de/aktuelles/

Zitat Anfang

Zur Historie: Der Legende nach haben viele Dörfer den Bürgewald dem Hl. Arnoldus zu verdanken (siehe Wikipedia Arnoldus). Die Nutzer der Bürgewälder waren verpflichtet jährlich einen sog. Wachszins zu entrichten. Der Ortsausschuss der Pfarrgemeinde griff die Anregung der Ortsvorsteherin auf und ließ diesen Brauch nochmals aufleben.

Dem Programm ist der Ablauf der Arnolduswoche zu entnehmen. Sehenswert ist die Kapelle: Fresken von Peter HeckerInfos aus Wikipedia

Eine Manheimer Gruppe unter Leitung der Vorsitzenden des Ortsausschusses Cilly Rüttgers und Ortsvorsteherin Lonie Lambertz, fuhr nach Arnoldsweiler um nach alter Tradition den Wachszins zu bringen und die Verbundenheit mit dem Hl. Arnoldus zu bekunden. Ein Manheimer Künstler hat eine Kerze beschriftet, die neben der Reliquie des Hl. Arnoldus zum Beginn der Arnolduswoche aufgestellt wurde. Viele Jahre blieb der Platz, der für die Kerze der Manheimer vorgesehen war, leer. Das Wappen, als Kennzeichnung, ist verschwunden.

Manheim, erstmals 898 n. Chr. urkundlich erwähnt, war neben Etzweiler und Morschenich eine der drei ältesten Rodungsinseln im Bürgewald. Zunächst siedelten hier wohl fränkische Bauern. 1027 ging die Grundherrschaft an das Erzbistum Köln über. Ab 1954 bildeten die Gemeinden Buir und Manheim einen gemeinsamen Amtsbezirk. Zum 1. Januar 1975 wurde Manheim dann der neuen Stadt Kerpen zugeordnet. Bis vorletztes Jahr wohnten in Manheim 1600 Menschen.

Braunkohletagebau

Der Ort Manheim und der Bürgewald müssen nun dem Tagebau Hambach weichen. Der Umbruch ist schon weit fortgeschritten, seit dem 1. April 2012 kann am neuen Ort in der Nähe von Kerpen, am Naturschutzgebiet Dickbusch gebaut werden. Über 90 Neubauten werden dort aktuell errichtet und 20 Manheimer wohnen schon am neuen Ort.

Deshalb ist es wichtig, möglichst viele Erinnerungen an den Charakter ihres Ortes und der Umgebung zu erhalten.

Die Erinnerung an die Arnoldussage und die Idee an den Feierlichkeiten der Arnolduswoche teilzunehmen, kann ein wesentlicher Baustein dieser Erinnerung sein. Vielleicht gelingt es auch das Wappen, das am Kerzenleuchter in der Kapelle hing, wiederzufinden oder neu herzustellen.

Zitat Ende

Tagebau Hambach: "Der damals noch unter dem Namen Rheinbraun firmierende Tagebaubetreiber leitete 1974 das Genehmigungsverfahren für den Tagebau ein und konnte 1978 mit dem Aufschluss beginnen."
https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Hambach

Die letzten Reste des Bürgewaldes...
Die nächste Rodungssaison soll am 1. Oktober 2017 im Hambacher Forst beginnen.
https://hambacherforst.org/rodungssaison-17/

Nach den Plänen von RWE soll vom Hambacher Forst nichts übrig bleiben.
http://energieliga.blogspot.de/2017/08/rheinisches-braunkohlenrevier.html



Im Folgenden eine Aufzählung der Bürgewaldgemeinden:

Arnoldsweiler, 52353 Düren (*)
Ellen, 52382 Niederzier (*)
Hambach, 52382 Niederzier
Oberzier, 52382 Niederzier (*)
Niederzier, 52382 (*)
Lich-Steinstraß, 52428 Jülich († 1989) (*)
Bettenhoven, 52445 Titz
Höllen, 52445 Titz
Rödingen, 52445 Titz (*)
Glesch, 50126 Bergheim
Paffendorf, 50126 Bergheim (*)
Oberembt Frankeshoven, 50189 Elsdorf
Oberembt, 50189 Elsdorf
Niederembt, 50189 Elsdorf (*)
Tollhausen, 50189 Elsdorf
Esch, 50189 Elsdorf
Etzweiler, 50189 Elsdorf († 2005)
Angelsdorf, 50189 Elsdorf
Elsdorf, 50189 (*)
Giesendorf, 50189 Elsdorf
Grouven, 50189 Elsdorf
Berrendorf, 50189 Elsdorf
Heppendorf, 50189 Elsdorf
Kerpen
Manheim, 50170 Kerpen (soll 2022 dem Tagebau weichen) (*)
Blatzheim, 50171 Kerpen (*)
Buir, 50170 Kerpen (*)
Sindorf, 50170 Kerpen (*)
Golzheim, 52399 Merzenich (*)
Morschenich, 52399 Merzenich (soll 2022 dem Tagebau weichen) (*)
Merzenich (*)

im Einzugsgebiet...
Tanneck, Elsdorf († 2005) 
Gesolei, Elsdorf († 2003)

Sonntag, 17. September 2017

Zumutbare Alternativen

In der Zusammenfassung des 3. Rahmenbetriebsplans zum Tagebau Hambach behauptet RWE Power, dass das Vorhaben im überwiegenden öffentlichen Interesse läge und dass zumutbare Alternativen nicht vorhanden seien.
https://energieliga.blogspot.de/2017/09/denken-wir-heute-auch-morgen.html

Wie kann eine Energieversorgung mit 100% Erneuerbaren Energien aussehen?

In einer aktuellen Studie von energy brainpool im Auftrag von Greenpeace wird ein kompletter Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2030 angenommen.
https://blog.energybrainpool.com/neue-studie-klimaschutz-durch-kohleausstieg/

Und das ist nur eine von vielen Studien, die Alternativen zur Braunkohle aufzeigen.
http://sakura-energie.blogspot.de/p/studien.html

Das Ergebnis jeder Studie hängt von den darin getroffenen Voraussetzungen ab. Die Zahl der verschiedenen Voraussetzungen ist hoch. Eine kleine Auswahl...
1. Es müssen Langzeitspeicher eingeführt sein
2. Es müssen Kurzzeitspeicher eingeführt sein
3. Der Ausbau von Windenergie muss beschleunigt werden
4. Der Ausbau von Solarenergie muss beschleunigt werden
5. Ein Kohleausstiegsgesetz muss erfolgt sein.
6. Es muss die Fülle des motorisierten Individualverkehrs (MIV) vermindert werden.
7. Der Güterverkehr muss reduziert werden
8. Die Elektromobilität muss Diesel und Benzin ersetzen
9. Ökologischer Landbau ist notwendig.
10. Die Wärmegewinnung mit Wärmepumpen muss angelaufen sein.
11. Wir wollen einen sozialverträglichen Strukurwandel gestalten.
12. Wir wollen den Einsatz von Ressourcen für den Aufbau eines Energiesystems auf Basis von Erneuerbaren Energien gering halten, weil deren Gewinnung, Verarbeitung, Nutzung und Entsorgung Auswirkungen auf Ökosysteme hier oder/und anderswo haben.
...

Die gewünschten Voraussetzungen sind in einem gemeinschaftlichen Prozess zu erarbeiten. Wir werden nicht alle Fehler vermeiden können. Aber wir können Verantwortung übernehmen und definierte Risiken nicht länger in die Zukunft verschieben.

Es ist an uns, nachfolgenden Generationen eine Erde zu hinterlassen, auf der alle gut leben können.

Donnerstag, 14. September 2017

Strukturwandel in Kohleregionen

Institut Arbeit und Technik: "Strukturwandel in Kohleregionen als Prozess ökonomischer und sozialökologischer Transformation - Handlungsmöglichkeiten für einen sozialverträglichen Strukturwandel im Lichte der klimapolitischen Ziele / STRUKO"

Laufzeit: 21.10.2016 - 31.08.2019

Ziel des vom Bundesumweltamt geförderten Projektes ist es, aufbauend auf den Erfahrungen zweier Kohleregionen – dem Ruhrgebiet und der Lausitz –übertragbare Handlungsempfehlungen für eine integrierte und präventive Strukturpolitik für Kohleregionen zu generieren.

http://www.iatge.de/forschung-und-beratung/projekte/2016/struko-strukturwandel-in-kohleregionen-als-prozess-oekonomischer-und-sozialoekologischer-transformation-handlungsmoeglichkeiten-fuer-einen-sozialvertraeglichen-strukturwandel-im-lichte-der-klimapolitischen-ziele.html

Montag, 11. September 2017

"Der Braunkohletourist" (Trailer)


Trailer zu "Der Braunkohletourist" from experimentellerrand on Vimeo.

Zitat Anfang

Der 'Braunkohletourist' ist ein Projekt zur Rodungssaison im Hambacher Forst, zur Kraftwerksabschaltung und zur Leitentscheidung der Tagebaue der Landesregierung NRW.

Die energiewirtschaftliche und energiepolitische Erfordernis des Braunkohlenbergbaus besteht nicht mehr. Die Braunkohleverstromung ist zum größten Teil nicht mehr systemrelevant und wird innerhalb der nächsten 10 Jahre zurückgebaut. Das Allgemeinwohl "Versorgungssicherheit" kann die Braunkohlenindustrie nicht mehr exklusiv für sich in Anspruch nehmen. Aufgrund der ausreichend vorhandenen Möglichkeiten der alternativen Stromerzeugung in NRW und darüber hinaus, kann diese Grundannahme nicht mehr überzeugen.

Dem gegenüber stehen folgende Gemeinwohlziele:
- Der Schutz der Bevölkerung vor Gesundheitsgefährdungen durch Quecksilber, Uran und weitere beim Braunkohletagebau freigesetzten giftigen Substanzen
- Der Schutz des Grundwassers
- Der Schutz der sozialen Gefüge von Siedlungen vor den mit einer Umsiedlung verknüpften sozialen Belastungen
- Der Erhalt der landwirtschaftlichen Betriebe
- Der Schutz der Umwelt vor großflächigen Landschaftszerstörungen, Grundwasserinfiltrationen und tektonischen Veränderungen
- Der Schutz vor Lärm durch Tagebaue, Autobahnverlegungen, etc.
- Der Schutz vor polizeilichen Großeinsätzen gegen Klimaschützer
- Der Schutz vor Feinstaubbelastung und CO2-Emissionen
- Die Ermöglichung einer Weiterentwicklung des Energieversorgungssystems in einem nachhaltigen Sinne
- Der Schutz unseres Weltklimas vor einer massiven anthropogenen Erderwärmung
- Der Schutz unseres globalen Lebensraumes

Alle diese genannten Gemeinwohlziele wiegen schwer. Die beiden letztgenannten sind von so existenzieller Bedeutung für den Fortbestand der menschlichen Zivilisation auf unserem Planeten, dass man auf die Förderung fossiler Ressourcen unter Gemeinwohlaspekten auch dann verzichten müsste, wenn die Sicherung der Energieversorgung damit gefährdet wäre. – Glücklicherweise ist sie es nicht!

In diesem Projekt bis 28. Februar 2016 werde ich versuchen, alle Möglichkeiten zu erproben, die Verschleppung der Energiewende in NRW zu verhindern. Unterstützung jeglicher Form erwünscht. Teilen ist das neue Haben.

respect existence or expect resistance.

Das Projekt wird auf jede erdenkliche Weise dokumentiert und es entsteht eine ausführliche Videodokumentation. Ich bin an jeder sachlichen Meinung zu diesem Themenkomplex interessiert. Mailt mir unter todde@experimentellerrand.de. Ich bin sehr gespannt auf dieses Experiment. Rheinisches Revier, ich komme.

Zitat Ende

Donnerstag, 7. September 2017

Hambacher Forst, eine forensische Bestandsaufnahme

100 Studenten, zwei Universitäten, 10.000 Bilder
http://www.andreasmagdanz.de/index.php?id=1001&linkurl=hambacher-forst-aufruf_de.txt

Nordrhein-Westfalen, Hambacher Forst, Fr., 19. Juli 2015, 14.00 Uhr. 100 Studenten der HAWK, der Hochschule für angewandte Kunst und Wissenschaft, Hildesheim, Holzminden, Göttingen und der RWTH, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule, Aachen.

In einem Abstand von 150 m zum Wald, bilden sie eine Menschenkette von nahezu 1 km, ein beeindruckendes Bild, ein spürbares Potential kreativer, positiver Energie.

Dienstag, 5. September 2017

Erftlandring: Outdoor-Kartbahn am Ortsrand von Kerpen-Manheim

Wikipedia: "Das Ende des Erftlandrings ist absehbar, da die geplante Ausweitung des Braunkohletagebaus vorsieht, dass sowohl der Ort Kerpen-Manheim als auch die Kartbahn zum Tagebaugebiet wird."
https://de.wikipedia.org/wiki/Erftlandring

ksta.de: "Motorsportfreunde sorgen sich um ein „Stück Kerpen“, das verloren geht, und planen schon Demonstrationen. Im Internet hat die Facebook-Seite „Unterstützt den Erftlandring in Kerpen“ binnen weniger Tage rund 4770 Unterstützer gefunden."
http://www.ksta.de/24846050

@erftlandring: "Unterstützt den Erftlandring in Kerpen"
https://www.facebook.com/pg/erftlandring/

Kartclub Kerpen-Manheim
http://www.kart-club-kerpen.de/

Sonntag, 3. September 2017

Dialog-Werkstatt: "Energiegewinnung im Rheinischen Revier"

Einander zuhören. Verantwortung übernehmen. Alternativen finden. 

11. September 2017, 18:30 bis ca. 21:00 Uhr
ev. Gemeindehaus Buir, Bahnstraße 42, 50170 Kerpen-Buir

Veranstalter: energieliga.org
Spende für die Raummiete erwünscht – Richtwert 5 €

Foto: Evangelische Gemeinde zu Düren

Aufgrund der Räumlichkeiten und des Formats werden wir die Teilnehmerzahl auf ca. 40-50 Personen begrenzen. Die Veranstaltung steht in einem lokalen Bezug zu Manheim, dem Hambacher Forst und dem Braunkohletagebau Hambach.

Zu Beginn der Veranstaltung bieten wir 5 - 6 Personen aus verschiedenen Bereichen die Gelegenheit, mit einem kurzen Impulsvortrag (ca. 5 - 6 Min.) die eigene Position darzulegen. Die angefragten Personen vertreten folgende Bereiche: Wirtschaftsunternehmen, Landesregierung NRW, Umweltverbände, Wissenschaft, Ort mit Umsiedlungsstatus und Baumbesetzung im Hambacher Wald.

Nach den Impulsvorträgen, für die wir in Summe eine halbe Stunde einplanen, teilen sich alle Anwesenden in Kleingruppen auf. In diesen Kleingruppen erhalten die Anwesenden die Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, Perspektiven zu wechseln und sich für einen wertschätzenden Dialog zu öffnen.

Ziel der Veranstaltung ist, dass wir einander zuhören und Verantwortung übernehmen. Wir wollen damit die Voraussetzung schaffen, um gemeinsam Lösungen finden zu können, mit denen alle gut leben können.

Freitag, 1. September 2017

Apfelbäumchen

Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt zugrunde geht,
würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.
Martin Luther.

Das camp for [future] fand vom 18. bis 29. August 2017 in Kerpen-Manheim statt. Es war ein Camp für junge Menschen, um mehr über Klima und andere Zukunftsthemen zu erfahren, Aktionen zu starten und zu feiern. Gleich neben dem Sportplatz wurde auf einer Streuobstwiese gezeltet - unweit des Braunkohletagebaus Hambach.

Manche Bäume trugen Unmengen an Äpfeln. Aus dem Fallobst lassen sich leckere Muffins und Hefeschnecken zaubern. Apfelmus gelingt auch sehr leicht. So bleibt die Erinnerung noch ein wenig erhalten.

Bis 2022 soll Manheim mitsamt Streuobstwiese dem Tagebau Hambach weichen.
Dann gäbe es keine Äpfel mehr aus der Region.

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Donnerstag, 31. August 2017

RWE droht mit Enteignung

hambacherforst.org: "Zum freiwilligen Verkauf der Wiese hatte RWE eine Frist bis Donnerstag, den 31. August 2017, gesetzt. Sollte ein Verkauf der Wiese bis zu diesem Zeitpunkt nicht zustande kommen, werde RWE Zwang anwenden und die Enteignung der Wiese veranlassen."
https://hambacherforst.org/blog/2017/08/30/ultimatum-rwe-fordert-die-wiese-sofort/

Mittwoch, 30. August 2017

BUND: Eilantrag Rodungsstopp Hambacher Wald

BUND: "Mit einem heute (22. August 2017) beim Verwaltungsgericht Köln eingereichten Eilantrag will der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) einen Rodungsstopp für den Hambacher Wald erzwingen. „Jeder Quadratmeter dieses einzigartigen und eigentlich streng geschützten Lebensraums ist es wert, gerettet zu werden“, sagte der BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht."
https://www.bund-nrw.de/presse/detail/news/eilantrag-fuer-rodungsstopp-im-hambacher-wald/

Wikipedia: "Der Rhein-Erft-Kreis zählt mit nur circa elf Prozent Waldanteil und einem Pro-Kopf-Anteil von circa 177 m² zu den waldärmsten Kreisen in Nordrhein-Westfalen. [...] Mit der beschlossenen Erweiterung des Braunkohletagebaus Hambach fielen nochmals circa 1300 Hektar Wald weg und der Waldanteil verringert sich damit weiter auf circa acht Prozent. Vor diesem Hintergrund wurde im Erftkreis ein Waldvermehrungsprogramm initiiert. Innerhalb von neun Pflanzperioden (1993/1994 – 2001/2002) wurden bisher circa 150 Hektar neu aufgeforstet."
https://de.wikipedia.org/wiki/Rhein-Erft-Kreis

Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat: "Im Rhein-Erft-Kreis sind acht Gebiete als Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse nach der FFH-Richtlinie ausgewiesen worden, und zwar fünf Waldgebiete und drei Gewässer."
http://www.rhein-erft-kreis.de/planung-schutzgebiete/artikel/florafaunahabitatgebiete-und-vogelschutzgebiete

Der Hambacher Wald fehlt bisher in dieser Liste.

Montag, 28. August 2017

BUND: Wir sind die Rote Linie

BUND: "3.000 Klimaschützer*innen haben am Braunkohlentagebau Hambach eine "Rote Linie gegen Kohle" gezogen, um damit ihre Forderung nach einem schnellen Kohleausstieg zu unterstreichen."

Sonntag, 27. August 2017

Verheizte Heimat

mutbuergerdokus.de: "Ergänzend zu den hervorragenden Führungen von Naturführer und Waldpädagoge „Waldmeister“ Michael Zobel und Eva Töller durch den Hambacher Forst gibt es seit kurzem auch Wanderungen von Oliver Kanneberg (Betroffener) und Thomas Milika (Geograph) mit fachkompetenten Einblicken in die Lebensrealität von dem Untergang geweihten Dörfern nahe der Abbruchkante am Tagebau Garzweiler II. Die Exkursionen finden an jedem letzten Sonntag des Monats ab dem Dorfplatz Kuckum/Kuckumer Quellenweg statt. Festes Schuhwerk wird benötigt. Anmeldungen bitte unter verheizteheimat [at] gmx.de."
http://www.mutbuergerdokus.de/html/aktionen/2017_07_30_verheizte-heimat-doerfer-tagebau-garzweiler-ii.htm 

Norbert Winzen: "Ich laufe beim "Run for your life“ mit, weil meine Familie zum zweiten Mal vom gleichen Braunkohletagebau für eine aussterbende Energieform vertrieben wird. Und zum zweiten Mal soll ein wunderschöner alter Bauernhof als Familienmittelpunkt für 26 Menschen aus drei Generationen verschwinden."
http://www2.runforyourlife.nu/en/runners/norbert-winzen/

46 Seiten in der Kategorie „Abgebaggerter Ort im Rheinischen Braunkohlerevier“
https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Abgebaggerter_Ort_im_Rheinischen_Braunkohlerevier

Samstag, 26. August 2017

St. Albanus und Leonhardus in Manheim

Wikipedia: "St. Albanus und Leonhardus ist die römisch-katholische Filialkirche des Ortsteils Manheim der Kolpingstadt Kerpen im Rhein-Erft-Kreis (Nordrhein-Westfalen). Die Kirche ist unter Nr. 57 in die Denkmalliste der Kolpingstadt Kerpen eingetragen (siehe Liste der Baudenkmäler in Manheim) und gehört zur Pfarre St. Martinus Kerpen. Das Gotteshaus ist dem hl. Alban von Mainz und dem hl. Leonhard von Limoges geweiht. Zum 1. Januar 2013 wurde die Pfarrei St. Albanus und Leonhardus, Manheim, aufgelöst und der Pfarre St. Martinus in Kerpen zugeschlagen, da der Umsiedlungsort Manheim-neu auf dem Pfarrgebiet von Kerpen liegt. Die ehemalige Pfarrkirche wird um 2020 abgerissen werden, da der gesamte Ort dem Braunkohlentagebau Hambach weichen muss. Voraussichtlich im Jahr 2022 erreicht der Tagebau das Dorf."
https://de.wikipedia.org/wiki/St._Albanus_und_Leonhardus_%28Manheim%29

Samstags um 17:15 Uhr finden noch regelmäßig Gottesdienste in der Kirche statt.
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/seelsorgebereich-kerpen-sued-west/pfarrnachrichten/bereich_west/

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Kölner Stadtanzeiger: "Die vier mächtigen Glocken sollen ebenso mit umsiedeln wie einige der hölzernen Kirchenbänke und kunstvoll gestalteten Fenstermosaike. Auch der schöne Lindenbaum, den man vor 14 Jahren anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Pfarrkirche St. Albanus und Leonhardus feierlich gepflanzt hat, wird im neuen Manheim einen Ehrenplatz im Pfarrgarten bekommen. Vielleicht lässt man sogar zerkleinerte Backsteine aus dem alten Gotteshaus in den Beton der neuen Kapelle ein. Mit dem Rückgriff auf solche Erinnerungsstücke werde ein Wiederkennungswert geschaffen, Identität gestiftet und Heimatgefühl vermittelt, erklären die Architekten." – Quelle: http://www.ksta.de/2309056 ©2017

Freitag, 25. August 2017

Kein schöner Land

Für die Bewohner von Manheim, die am Rande des Tagebau Hambach leben bzw. lebten und zum größten Teil bereits dem Tagebau gewichen sind, hat Hubert Perschke einen Bildband zu Manheim und seinen Bewohnern verlegt, um die Erinnerungen an das Dorf wach zu halten. Das Erinnerungsalbum "Mein Manheim" ist käuflich zu erwerben.

Eine Ausstellung wird unter dem Titel "Vergangenheit – Verlust – Veränderung" am Samstag, 9. September 2017 um 16:00 in Blankenheim eröffnet.
https://www.transition-initiativen.de/events/ausstellung-vergangenheit-verlust-veraenderung

Die Ausstellung „Ruhe, aber nicht in Frieden“ – Bilder aus dem Hambacher Forst von Hubert Perschke ging am Freitag, 12. Mai 2017, zu Ende.
https://gruene-juelich.de/2017/05/09/finissage-im-gruenen-buero/



1. Kein schöner Land in dieser Zeit
    als hier das unsre weit und breit,
    wo wir uns finden wohl unter Linden
    zur Abendzeit.

2. Da haben wir so manche Stund
    gesessen da in froher Rund
    und taten singen, die Lieder klingen
    im Eichengrund.

3. Dass wir uns hier in diesem Tal
    noch treffen so viel hundertmal,
    Gott mag es schenken, Gott mag es lenken,
    er hat die Gnad.

4. Nun, Brüder, eine gute Nacht,
    der Herr im hohen Himmel wacht;
    in seiner Güten uns zu behüten,
    ist er bedacht!

Melodie und Text: Anton Wilhelm von Zuccalmaglio (1803–1869), nach einer älteren Melodie, in: Kretzschmer/Zuccalmaglio, Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen, Berlin 1838–1840
http://www.liederprojekt.org/lied29166-Kein-schoener-Land.html

Montag, 21. August 2017

Podiumsdiskussion: Was kommt nach der Braunkohle?

20. August 2017, 15 – 17 Uhr
Stadthalle Erkelenz
https://www.kultur-erkelenz.de/event/braunkohle/ 

Klimacamp und RWE: interkulturelle Begegnung mit Austausch der Kontaktdaten

Das Podium:
  • Torsten Moll, Bewohner von Holzweiler
  • Janna Aljets, Referentin der BUNDjugend
  • Karin Walter, Moderatorin
  • Manfred Maresch, Bezirksleiter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie im Bezirk Alsdorf
  • Dr. Stefan Gärtner, Strukturwandelforscher vom Institut Arbeit und Technik der Ruhr Uni
Der vollständige Livemitschnitt des Nachmittags:
https://www.pscp.tv/w/1vOxwOeypNoxB 

Ein Filmteam vom WDR war dabei. Der Beitrag in der Lokalzeit Aachen am 21.08.2017:
http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-aachen/video-lokalzeit-aus-aachen-1356.html

Sonntag, 13. August 2017

Rheinisches Braunkohlenrevier


Rhein-Erft Tourismus: "Drei Viertel der deutschen Braunkohleförderung kommt aus dem rheinischen Revier im Städtedreieck Aachen, Köln und Mönchengladbach. In den drei Tagebauen Garzweiler, Hambach und Inden werden pro Jahr rund 100 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert. Wer sich über das Rheinische Braunkohlerevier informieren möchte, kann dies auf eigene Faust tun, an einer öffentlichen Führung der RWE Power AG oder an einer Gästeführung des Rhein-Erft Tourismus e.V. teilnehmen."
http://www.rhein-erft-tourismus.de/de/sehenswertes-kulturelles/rheinisches-braunkohlenrevier/index.html

RWE Betriebsbesichtigungen
http://www.rwe.com/web/cms/de/2859790/rwe-power-ag/energietraeger/braunkohle/besucherinformation/

Spuren der Zeit
http://www.naturpark-rheinland.de/naturpark/geschichte/index.html?L=0

Braunkohlenausschuss: "Die Aufgabe des Braunkohlenausschusses ist es, den Umfang und die Abbaudauer der Tagebaue vor dem Hintergrund des enormen Eingriffs in die Landschaft und die Lebensplanung der von Umsiedlungen betroffenen Menschen in ausgewogenen Entscheidungen zu gestalten. Dabei sind die Interessen der Umsiedler in besonderem Maße zu berücksichtigen."
http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/gremien/braunkohlenausschuss/index.html

leitentscheidung-braunkohle.nrw: "Die Landesregierung NRW hat am 05. Juli 2016 die neue Leitentscheidung für das Rheinische Braunkohlenrevier beschlossen. Hier können Sie sich den gesamten Text der Leitentscheidung zur Zukunft des Rheinischen Braunkohlereviers / Garzweiler II durchlesen und auch als PDF-Dokument herunterladen."
https://www.leitentscheidung-braunkohle.nrw/perspektiven/de/home/additionalInfo

Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinisches_Braunkohlerevier

Mittwoch, 9. August 2017

Heimat

Manheim ist ein Stadtteil von Kerpen im Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen. Manheim liegt in der Abbauzone des Tagebaus Hambach und muss diesem nach den Plänen von RWE bis zum Jahr 2022 weichen. Als Ersatz entsteht gegenwärtig der Umsiedlungsort Manheim-neu westlich von Kerpen. Manheim wurde das erste Mal urkundlich im Jahre 898 erwähnt. Gegenwärtig wohnen geflüchtete Menschen in verlassenen Häusern des Ortes.
https://de.wikipedia.org/wiki/Manheim

Die Liste der Baudenkmäler in Manheim enthält die denkmalgeschützten Bauwerke auf dem Gebiet von Kerpen-Manheim in Nordrhein-Westfalen (Stand: September 2011). Diese Baudenkmäler sind in Teil A der Denkmalliste der Stadt Kerpen eingetragen; Grundlage für die Aufnahme ist das Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalen (DSchG NRW).
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkm%C3%A4ler_in_Manheim

Stadt Kerpen: Umsiedlung Manheim
https://www.stadt-kerpen.de/index.phtml?mNavID=1708.80

RWE: "Durch die Verstromung des heimischen und subventionsfreien Energieträgers Braunkohle wird die Umsiedlung ganzer Ortschaften erforderlich."
http://www.rwe.com/web/cms/de/1140132/umsiedlung/

Bezirksregierung Köln: "Die Braunkohlenplanung sichert auf Ebene der Raumordnung und Landesplanung die Braunkohlenabbaugebiete sowie die Flächen, auf die die umzusiedelnden Ortschaften verlegt werden sollen."
http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/leistungen/abteilung03/32/braunkohlenplanung/index.html

hambawa-heimat

Manheim – Chronologie einer Heimatvernichtung
http://www.mutbuergerdokus.de/html/fundstuecke/2016_12_27_manheim-heimatvernichtung_teil01.htm

Dienstag, 8. August 2017

Braunkohletagebau Hambach

Die Karte ist bereits veraltet. Der Wald zwischen Braunkohletagebau und der alten Wegführung der A4 wurde bereits gerodet. RWE plant, die Flächen bis zur neuen Wegführung der A4 abzubaggern. Auf diesen Flächen befinden sich im Moment noch die Reste des Hambacher Waldes, die beiden Dörfer Manheim und Morschenich sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen.