Die RWE Power AG hat der Bezirksregierung Arnsberg, Abteilung Bergbau und Energie in NRW, drei externe Gutachten zu den Rückstellungen für den Braunkohlenbergbau im Rheinischen Revier vorgelegt. Diese Gutachten veröffentlicht die Bezirksregierung bereits heute (26.09.2017) vor der behördlichen Prüfung.
https://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/presse/2017/09/138_17_09_26/index.php
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Mittwoch, 27. September 2017
Mittwoch, 20. September 2017
Faktencheck zur Bundestagswahl: Kohleausstieg
Die Bundestagswahl am 24. September 2017 rückt immer näher. Und da man zum Thema Energiepolitik so wenig von den Parteien hört, werden im Blog des Bremer Manifests seit dem 1. September wichtige Aspekte der Energiepolitik hinterfragt: 24-mal „fake oder Fakt?“ „falsch oder wahr?“. Bis zur Wahl werden jeden Tag Blogeinträge von verschiedenen Akteuren geschrieben und hier veröffentlicht:
https://www.bremer-manifest.de/blog/news/
Nachfolgend ein Faktencheck zum Kohleausstieg mit Fokus Braunkohle.
fake: Braunkohle sei der einzige heimische Energieträger, der in großen Mengen langfristig subventionsfrei zu wettbewerbsfähigen Konditionen bereitgestellt werden könne.[1] Ein Ausstieg vor 2045 gefährde die Versorgungssicherheit und den Industriestandort Deutschland.
Fakt: Tatsächlich erfolgen in Deutschland Subventionsmaßnahmen für Stein- und Braunkohle in der Größenordnung von mehreren Milliarden Euro jährlich. Dazu gehören u.a. Herstellerprivileg, Lizenzfreistellung und -reduzierung für den Stein- und Braunkohlebergbau, Sanierungsprogramm für Braunkohlebergbaulandschaften, Energiesteuerermäßigung für Energie-intensive Verfahren, Energiesteuerbefreiung für die Stromerzeugung, Forschungs- und Entwicklungsbudget für Kohle, Freistellung von der Stromsteuer sowie Zahlungen für Kapazitätsreserven.[2][3][4] Infrastrukturmaßnahmen werden auch aus öffentlichen Töpfen bezahlt. So wurden beispielsweise die Kosten für die Verlegung der Autobahn A4 im Verhältnis 56,3 zu 43,7 Prozent zwischen Bund und RWE Power als Verursacher des tagebaubedingten Neubaus aufgeteilt.[5]
Funktionierende Ökosysteme bilden unsere Lebensgrundlage.
Für den Braunkohletagebau sollen weiterhin Ortschaften und Ökosysteme weichen. Was ist der „Wert“ von über Jahrhunderte gewachsene Dorfstrukturen?[6] Und was ist der „Wert“ eines Waldes, dessen Beschaffenheit der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU entspricht?[7][8] Bereits mehr als 35.300 Menschen haben die Petition „Hambacher Wald retten und Klima schützen“ unterschrieben.[9] Aktuelle Studien berechnen, dass bei einem früheren Ausstieg die Versorgungssicherheit weiterhin erhalten bleibe.[10]
Fazit: Was tun! Für eine enkeltaugliche Zukunft dürfen wir fossile Energieträger nicht länger abbauen und verbrennen. Es gibt bereits heute Alternativen, die bei fairen Marktbedingungen auch wettbewerbsfähig sind. Jetzt brauchen wir nur noch den Mut, neue Wege zu denken und auch zu gehen. Wie kommen wir zusammen? Dazu finden bundesweit bereits verschiedene Veranstaltungen zum Thema „Energie“ statt.[11] Lasst uns den Übergang hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung gemeinsam gestalten!
Hintergrund/links
https://www.bremer-manifest.de/blog/news/
Nachfolgend ein Faktencheck zum Kohleausstieg mit Fokus Braunkohle.
fake: Braunkohle sei der einzige heimische Energieträger, der in großen Mengen langfristig subventionsfrei zu wettbewerbsfähigen Konditionen bereitgestellt werden könne.[1] Ein Ausstieg vor 2045 gefährde die Versorgungssicherheit und den Industriestandort Deutschland.
Fakt: Tatsächlich erfolgen in Deutschland Subventionsmaßnahmen für Stein- und Braunkohle in der Größenordnung von mehreren Milliarden Euro jährlich. Dazu gehören u.a. Herstellerprivileg, Lizenzfreistellung und -reduzierung für den Stein- und Braunkohlebergbau, Sanierungsprogramm für Braunkohlebergbaulandschaften, Energiesteuerermäßigung für Energie-intensive Verfahren, Energiesteuerbefreiung für die Stromerzeugung, Forschungs- und Entwicklungsbudget für Kohle, Freistellung von der Stromsteuer sowie Zahlungen für Kapazitätsreserven.[2][3][4] Infrastrukturmaßnahmen werden auch aus öffentlichen Töpfen bezahlt. So wurden beispielsweise die Kosten für die Verlegung der Autobahn A4 im Verhältnis 56,3 zu 43,7 Prozent zwischen Bund und RWE Power als Verursacher des tagebaubedingten Neubaus aufgeteilt.[5]
Funktionierende Ökosysteme bilden unsere Lebensgrundlage.
Für den Braunkohletagebau sollen weiterhin Ortschaften und Ökosysteme weichen. Was ist der „Wert“ von über Jahrhunderte gewachsene Dorfstrukturen?[6] Und was ist der „Wert“ eines Waldes, dessen Beschaffenheit der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU entspricht?[7][8] Bereits mehr als 35.300 Menschen haben die Petition „Hambacher Wald retten und Klima schützen“ unterschrieben.[9] Aktuelle Studien berechnen, dass bei einem früheren Ausstieg die Versorgungssicherheit weiterhin erhalten bleibe.[10] Fazit: Was tun! Für eine enkeltaugliche Zukunft dürfen wir fossile Energieträger nicht länger abbauen und verbrennen. Es gibt bereits heute Alternativen, die bei fairen Marktbedingungen auch wettbewerbsfähig sind. Jetzt brauchen wir nur noch den Mut, neue Wege zu denken und auch zu gehen. Wie kommen wir zusammen? Dazu finden bundesweit bereits verschiedene Veranstaltungen zum Thema „Energie“ statt.[11] Lasst uns den Übergang hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung gemeinsam gestalten!
Hintergrund/links
- Bundesverband Braunkohle: 10 Fakten rund um Braunkohle
http://www.braunkohle-forum.de/55-0-Wissen.html - 2017-05 Europas Abhängigkeit von Kohle beenden: Deutschland
https://www.odi.org/publications/10791-cutting-europe-s-lifelines-coal-germany - 2015-01 Was Strom wirklich kostet
https://www.greenpeace-energy.de/fileadmin/docs/publikationen/Studien/Greenpeace_Energy_Was_Strom_wirklich_kostet_2015.pdf - 2004-01 Braunkohle - ein subventionsfreier Energieträger?
https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/braunkohle-ein-subventionsfreier-energietraeger; https://wupperinst.org/p/wi/p/s/pd/29/ - 2013-05 A4-Verlegung: „Geschäft auf Kosten des Steuerzahlers“
https://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/a4-verlegung-geschaeft-auf-kosten-des-steuerzahlers-1.574982 - http://energieliga.blogspot.de/search/label/heimat
- http://www.buirerfuerbuir.de/index.php/aktuelles/1-nachruf
- https://www.bund-nrw.de/presse/detail/news/vorerst-keine-rodungen-im-hambacher-wald/
- 2017-07 Wie ein Ausstieg aus der Kohle Deutschlands Klimaziele erreichbar macht, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden
http://www.greenpeace.de/studie-kohleausstieg
- https://weact.campact.de/petitions/hambacher-wald-retten-klimaziele-realisieren-1
- https://www.transition-initiativen.de/themen/energie/termine
- Freitag, 6. Oktober 2017 – 19:00 Wider den Wachstumszwang - in Ökodorf und Kohlegrube: Wie kann eine Welt jenseits von Wachstum, Konkurrenz und Profitstreben aussehen?
https://www.degrowth.info/
- Samstag, 14. Oktober 2017 – 10:30 „Aufbrechen!“ - Aktionsgottesdienst mit Pilgerweg in den Hambacher Forst
http://www.ekir.de/
- Sonntag, 15. Oktober 2017 – 11:30 Waldspaziergang Hambacher Wald Führung der anderen Art in einem einzigartigen alten Laubwald mit Michael Zobel und Eva Töller.
http://naturfuehrung.com/
- Klimaschützer gegen Stromriesen | WDR
https://www.youtube.com/watch?v=u_lxfxqQaTo&list=PLN-ZVQ9Hc8I5EK8ayY5rd5hJCJUDyM5g5
Sonntag, 17. September 2017
Zumutbare Alternativen
In der Zusammenfassung des 3. Rahmenbetriebsplans zum Tagebau Hambach behauptet RWE Power, dass das Vorhaben im überwiegenden öffentlichen Interesse läge und dass zumutbare Alternativen nicht vorhanden seien.
https://energieliga.blogspot.de/2017/09/denken-wir-heute-auch-morgen.html
Wie kann eine Energieversorgung mit 100% Erneuerbaren Energien aussehen?
In einer aktuellen Studie von energy brainpool im Auftrag von Greenpeace wird ein kompletter Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2030 angenommen.
https://blog.energybrainpool.com/neue-studie-klimaschutz-durch-kohleausstieg/
Und das ist nur eine von vielen Studien, die Alternativen zur Braunkohle aufzeigen.
http://sakura-energie.blogspot.de/p/studien.html
Das Ergebnis jeder Studie hängt von den darin getroffenen Voraussetzungen ab. Die Zahl der verschiedenen Voraussetzungen ist hoch. Eine kleine Auswahl...
1. Es müssen Langzeitspeicher eingeführt sein
2. Es müssen Kurzzeitspeicher eingeführt sein
3. Der Ausbau von Windenergie muss beschleunigt werden
4. Der Ausbau von Solarenergie muss beschleunigt werden
5. Ein Kohleausstiegsgesetz muss erfolgt sein.
6. Es muss die Fülle des motorisierten Individualverkehrs (MIV) vermindert werden.
7. Der Güterverkehr muss reduziert werden
8. Die Elektromobilität muss Diesel und Benzin ersetzen
9. Ökologischer Landbau ist notwendig.
10. Die Wärmegewinnung mit Wärmepumpen muss angelaufen sein.
11. Wir wollen einen sozialverträglichen Strukurwandel gestalten.
12. Wir wollen den Einsatz von Ressourcen für den Aufbau eines Energiesystems auf Basis von Erneuerbaren Energien gering halten, weil deren Gewinnung, Verarbeitung, Nutzung und Entsorgung Auswirkungen auf Ökosysteme hier oder/und anderswo haben.
...
Die gewünschten Voraussetzungen sind in einem gemeinschaftlichen Prozess zu erarbeiten. Wir werden nicht alle Fehler vermeiden können. Aber wir können Verantwortung übernehmen und definierte Risiken nicht länger in die Zukunft verschieben.
Es ist an uns, nachfolgenden Generationen eine Erde zu hinterlassen, auf der alle gut leben können.
https://energieliga.blogspot.de/2017/09/denken-wir-heute-auch-morgen.html
Wie kann eine Energieversorgung mit 100% Erneuerbaren Energien aussehen?
In einer aktuellen Studie von energy brainpool im Auftrag von Greenpeace wird ein kompletter Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2030 angenommen.
https://blog.energybrainpool.com/neue-studie-klimaschutz-durch-kohleausstieg/
Und das ist nur eine von vielen Studien, die Alternativen zur Braunkohle aufzeigen.
http://sakura-energie.blogspot.de/p/studien.html
Das Ergebnis jeder Studie hängt von den darin getroffenen Voraussetzungen ab. Die Zahl der verschiedenen Voraussetzungen ist hoch. Eine kleine Auswahl...
1. Es müssen Langzeitspeicher eingeführt sein
2. Es müssen Kurzzeitspeicher eingeführt sein
3. Der Ausbau von Windenergie muss beschleunigt werden
4. Der Ausbau von Solarenergie muss beschleunigt werden
5. Ein Kohleausstiegsgesetz muss erfolgt sein.
6. Es muss die Fülle des motorisierten Individualverkehrs (MIV) vermindert werden.
7. Der Güterverkehr muss reduziert werden
8. Die Elektromobilität muss Diesel und Benzin ersetzen
9. Ökologischer Landbau ist notwendig.
10. Die Wärmegewinnung mit Wärmepumpen muss angelaufen sein.
11. Wir wollen einen sozialverträglichen Strukurwandel gestalten.
12. Wir wollen den Einsatz von Ressourcen für den Aufbau eines Energiesystems auf Basis von Erneuerbaren Energien gering halten, weil deren Gewinnung, Verarbeitung, Nutzung und Entsorgung Auswirkungen auf Ökosysteme hier oder/und anderswo haben.
...
Die gewünschten Voraussetzungen sind in einem gemeinschaftlichen Prozess zu erarbeiten. Wir werden nicht alle Fehler vermeiden können. Aber wir können Verantwortung übernehmen und definierte Risiken nicht länger in die Zukunft verschieben.
Es ist an uns, nachfolgenden Generationen eine Erde zu hinterlassen, auf der alle gut leben können.
Samstag, 16. September 2017
Denken wir heute auch an morgen?
innogy: „Wir denken heute nicht an morgen.“
http://sakura-energie.blogspot.de/2017/09/innogy-wir-denken-heute-nicht-morgen.html
Und was macht derweil RWE Power?
Schauen wir auf die aus Sicht von RWE wesentlichen Inhalte des 3. Rahmenbetriebsplans für den Tagebau Hambach:
http://www.rwe.com/web/cms/de/1858872/g=2951660/rwe-power-ag/energietraeger/braunkohle/standorte/tagebau-hambach/hambach/
Im Auftrag von Greenpeace hat das Forum Ökologisch Soziale Marktwirtschaft e.V. eine Kurzstudie erstellt und im November 2015 veröffentlicht: „Die gesamte Prozesskette, d.h. vom Abbau über die Verstromung bis zum Nachbergbau, verursacht Kosten, die bisher im Strompreis nicht abgebildet sind und stattdessen von der Gesellschaft getragen werden müssen. In der Studie wird herausgearbeitet, dass allein die Marktpreise von Braunkohlenstrom nicht aussagekräftig sind für die tatsächlichen Kosten der Braunkohle.“
http://www.greenpeace.de/kosten-braunkohle
Derweil bezifferte RWE Power die Nettoschulden im August 2017 auf 21,5 Mrd Euro. RWE hat vielleicht zu lange Zeit nicht an morgen gedacht. In der Zusammenfassung des 3. Rahmenbetriebsplans zum Tagebau Hambach behauptet RWE, dass das Vorhaben im überwiegenden öffentlichen Interesse läge und dass zumutbare Alternativen nicht vorhanden seien.
Genau das stellen wir in Frage.
http://sakura-energie.blogspot.de/2017/09/innogy-wir-denken-heute-nicht-morgen.html
Und was macht derweil RWE Power?
Schauen wir auf die aus Sicht von RWE wesentlichen Inhalte des 3. Rahmenbetriebsplans für den Tagebau Hambach:
http://www.rwe.com/web/cms/de/1858872/g=2951660/rwe-power-ag/energietraeger/braunkohle/standorte/tagebau-hambach/hambach/
S.11: „Art und Ausmaß von Bergschäden und die Frage, ob es überhaupt zu Schädigungen kommen könnte, lassen sich im Vorhinein nicht sinnvoll beantworten.“Zusammenfassend lässt sich sagen: Ja, RWE gibt sich wirklich viel Mühe und berücksichtigt im internationalen Vergleich vielleicht auch überdurchschnittlich viele Aspekte. Gleichzeitig überlässt RWE einige Risiken der Zukunft. Und dabei sind mögliche Risiken durch erhöhten CO2-Ausstoß und Immission noch gar nicht berücksichtigt. Mit den Risiken sind Kosten verbunden. Manche davon sind finanziell nicht auszugleichen.
S.17: „Zur Vermeidung einer Versauerung und des Stoffaustrages aus dem Kippenkörper in gewachsenen Boden wird vor der nordöstlichen Randböschung ein „Kippenkeil“, also eine Art Puffer, angelegt. So wird ein Stoffaustrag in das oberste Grundwasserstockwerk der Erft-Scholle wirksam vermindert. Zudem werden die Sohlen, also die Arbeitsebenen der Schaufelradbagger, auf der Gewinnungsseite so optimiert, dass die Abbaustrossen in möglichst schwefelarmen Abraumschichten angeordnet werden.“
S.18: „Während der Laufzeit des Tagebaus unterhält RWE Power die Böschungen einschließlich dafür notwendiger wasserwirtschaftlicher Anlagen. Bleibende Böschungen werden unter Berücksichtigung der endgültigen wasserwirtschaftlichen und bodenmechanischen Verhältnisse dauerhaft so standsicher angelegt, dass eine regelmäßige Unterhaltung und eine Überwachung der Verformungen nach Ende des Betriebs nicht erforderlich sind.“
S.20: „Außerdem ist vorgesehen, die Endböschungen des Restsees vor und während der Befüllung permanent durch die Vermessungsabteilung von RWE Power überwachen zu lassen.“
S.22: „Im Plangebiet finden zwar sich keine europäischen Schutzgebiete (FFH- oder Vogelschutzgebiete), das FFH-Teilgebiet „Steinheide“ grenzt aber unmittelbar an die Abbaufläche an. Im Bereich der Abbaufläche liegen hingegen die Naturschutzgebiete „Bürgewald Steinheide“ sowie „Kiesgrube Steinheide“. Erstgenanntes wird am Rand beansprucht, letzteres liegt in der Abbaufläche selber. In der Abbaufläche befinden sich ferner mehrere Landschaftsschutzgebiete, Biotopkatasterflächen und geschützte Landschaftsbestandteile.“
S.30: „Dennoch ist nicht gänzlich auszuschließen, dass einzelne artenschutzrechtliche Betroffenheiten verbleiben, weil entweder die jeweilige Lebensraumqualität erst entwickelt werden muss oder weil der neue Lebensraum im Sinne des Gesetzes zu weit entfernt ist und deshalb bei einigen Arten zudem vorübergehende Störungen nicht völlig ausgeschlossen werden können.“
S.31: „Die Ausnahmeprüfung kommt zu dem Schluss, dass das Vorhaben im überwiegenden öffentlichen Interesse liegt und dass zumutbare Alternativen nicht vorhanden sind.“
S.42: „Eine detaillierte Betrachtung der Gewässer einschließlich einer Darlegung möglicher sümpfungsbedingter Auswirkungen wird in einem späteren wasserrechtlichen Erlaubnisverfahren stattfinden.“
S.42: „Um das Jahr 2045 soll die letzte Braunkohle im Tagebau Hambach gewonnen werden. Der Tagebau soll zu einem Restsee gestaltet und mit Wasser gefüllt werden. Da die Herstellung der Seemulde selbst sowie auch ihre Befüllung weit nach 2030 und damit außerhalb des vorliegenden Rahmenbetriebsplans stattfinden werden, bleibt die detaillierte Planung des Restsees späteren berg- und wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren vorbehalten.“
Im Auftrag von Greenpeace hat das Forum Ökologisch Soziale Marktwirtschaft e.V. eine Kurzstudie erstellt und im November 2015 veröffentlicht: „Die gesamte Prozesskette, d.h. vom Abbau über die Verstromung bis zum Nachbergbau, verursacht Kosten, die bisher im Strompreis nicht abgebildet sind und stattdessen von der Gesellschaft getragen werden müssen. In der Studie wird herausgearbeitet, dass allein die Marktpreise von Braunkohlenstrom nicht aussagekräftig sind für die tatsächlichen Kosten der Braunkohle.“
http://www.greenpeace.de/kosten-braunkohle
Derweil bezifferte RWE Power die Nettoschulden im August 2017 auf 21,5 Mrd Euro. RWE hat vielleicht zu lange Zeit nicht an morgen gedacht. In der Zusammenfassung des 3. Rahmenbetriebsplans zum Tagebau Hambach behauptet RWE, dass das Vorhaben im überwiegenden öffentlichen Interesse läge und dass zumutbare Alternativen nicht vorhanden seien.
Genau das stellen wir in Frage.
Sonntag, 3. September 2017
Dialog-Werkstatt: "Energiegewinnung im Rheinischen Revier"
Einander zuhören. Verantwortung übernehmen. Alternativen finden.
11. September 2017, 18:30 bis ca. 21:00 Uhr
ev. Gemeindehaus Buir, Bahnstraße 42, 50170 Kerpen-Buir
Veranstalter: energieliga.org
Spende für die Raummiete erwünscht – Richtwert 5 €
Aufgrund der Räumlichkeiten und des Formats werden wir die Teilnehmerzahl auf ca. 40-50 Personen begrenzen. Die Veranstaltung steht in einem lokalen Bezug zu Manheim, dem Hambacher Forst und dem Braunkohletagebau Hambach.
Zu Beginn der Veranstaltung bieten wir 5 - 6 Personen aus verschiedenen Bereichen die Gelegenheit, mit einem kurzen Impulsvortrag (ca. 5 - 6 Min.) die eigene Position darzulegen. Die angefragten Personen vertreten folgende Bereiche: Wirtschaftsunternehmen, Landesregierung NRW, Umweltverbände, Wissenschaft, Ort mit Umsiedlungsstatus und Baumbesetzung im Hambacher Wald.
Nach den Impulsvorträgen, für die wir in Summe eine halbe Stunde einplanen, teilen sich alle Anwesenden in Kleingruppen auf. In diesen Kleingruppen erhalten die Anwesenden die Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, Perspektiven zu wechseln und sich für einen wertschätzenden Dialog zu öffnen.
Ziel der Veranstaltung ist, dass wir einander zuhören und Verantwortung übernehmen. Wir wollen damit die Voraussetzung schaffen, um gemeinsam Lösungen finden zu können, mit denen alle gut leben können.
11. September 2017, 18:30 bis ca. 21:00 Uhr
ev. Gemeindehaus Buir, Bahnstraße 42, 50170 Kerpen-Buir
Veranstalter: energieliga.org
Spende für die Raummiete erwünscht – Richtwert 5 €
![]() |
Foto: Evangelische Gemeinde zu Düren
|
Aufgrund der Räumlichkeiten und des Formats werden wir die Teilnehmerzahl auf ca. 40-50 Personen begrenzen. Die Veranstaltung steht in einem lokalen Bezug zu Manheim, dem Hambacher Forst und dem Braunkohletagebau Hambach.
Zu Beginn der Veranstaltung bieten wir 5 - 6 Personen aus verschiedenen Bereichen die Gelegenheit, mit einem kurzen Impulsvortrag (ca. 5 - 6 Min.) die eigene Position darzulegen. Die angefragten Personen vertreten folgende Bereiche: Wirtschaftsunternehmen, Landesregierung NRW, Umweltverbände, Wissenschaft, Ort mit Umsiedlungsstatus und Baumbesetzung im Hambacher Wald.
Nach den Impulsvorträgen, für die wir in Summe eine halbe Stunde einplanen, teilen sich alle Anwesenden in Kleingruppen auf. In diesen Kleingruppen erhalten die Anwesenden die Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, Perspektiven zu wechseln und sich für einen wertschätzenden Dialog zu öffnen.
Ziel der Veranstaltung ist, dass wir einander zuhören und Verantwortung übernehmen. Wir wollen damit die Voraussetzung schaffen, um gemeinsam Lösungen finden zu können, mit denen alle gut leben können.
Freitag, 1. September 2017
Apfelbäumchen
Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt zugrunde geht,
würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.
Martin Luther.
Das camp for [future] fand vom 18. bis 29. August 2017 in Kerpen-Manheim statt. Es war ein Camp für junge Menschen, um mehr über Klima und andere Zukunftsthemen zu erfahren, Aktionen zu starten und zu feiern. Gleich neben dem Sportplatz wurde auf einer Streuobstwiese gezeltet - unweit des Braunkohletagebaus Hambach.
Manche Bäume trugen Unmengen an Äpfeln. Aus dem Fallobst lassen sich leckere Muffins und Hefeschnecken zaubern. Apfelmus gelingt auch sehr leicht. So bleibt die Erinnerung noch ein wenig erhalten.
Bis 2022 soll Manheim mitsamt Streuobstwiese dem Tagebau Hambach weichen.
Dann gäbe es keine Äpfel mehr aus der Region.
würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.
Martin Luther.
Das camp for [future] fand vom 18. bis 29. August 2017 in Kerpen-Manheim statt. Es war ein Camp für junge Menschen, um mehr über Klima und andere Zukunftsthemen zu erfahren, Aktionen zu starten und zu feiern. Gleich neben dem Sportplatz wurde auf einer Streuobstwiese gezeltet - unweit des Braunkohletagebaus Hambach.
Manche Bäume trugen Unmengen an Äpfeln. Aus dem Fallobst lassen sich leckere Muffins und Hefeschnecken zaubern. Apfelmus gelingt auch sehr leicht. So bleibt die Erinnerung noch ein wenig erhalten.
Bis 2022 soll Manheim mitsamt Streuobstwiese dem Tagebau Hambach weichen.
Dann gäbe es keine Äpfel mehr aus der Region.
Donnerstag, 31. August 2017
RWE droht mit Enteignung
hambacherforst.org: "Zum freiwilligen Verkauf der Wiese hatte RWE eine Frist bis Donnerstag,
den 31. August 2017, gesetzt. Sollte ein Verkauf der Wiese bis zu diesem
Zeitpunkt nicht zustande kommen, werde RWE Zwang anwenden und die
Enteignung der Wiese veranlassen."
https://hambacherforst.org/blog/2017/08/30/ultimatum-rwe-fordert-die-wiese-sofort/
https://hambacherforst.org/blog/2017/08/30/ultimatum-rwe-fordert-die-wiese-sofort/
Freitag, 25. August 2017
Kein schöner Land
Für die Bewohner von Manheim, die am Rande des Tagebau Hambach leben bzw. lebten und zum größten Teil bereits dem Tagebau gewichen sind, hat Hubert Perschke einen Bildband zu Manheim und seinen Bewohnern verlegt, um die Erinnerungen an das Dorf wach zu halten. Das Erinnerungsalbum "Mein Manheim" ist käuflich zu erwerben.
Eine Ausstellung wird unter dem Titel "Vergangenheit – Verlust – Veränderung" am Samstag, 9. September 2017 um 16:00 in Blankenheim eröffnet.
https://www.transition-initiativen.de/events/ausstellung-vergangenheit-verlust-veraenderung
Die Ausstellung „Ruhe, aber nicht in Frieden“ – Bilder aus dem Hambacher Forst von Hubert Perschke ging am Freitag, 12. Mai 2017, zu Ende.
https://gruene-juelich.de/2017/05/09/finissage-im-gruenen-buero/
1. Kein schöner Land in dieser Zeit
als hier das unsre weit und breit,
wo wir uns finden wohl unter Linden
zur Abendzeit.
2. Da haben wir so manche Stund
gesessen da in froher Rund
und taten singen, die Lieder klingen
im Eichengrund.
3. Dass wir uns hier in diesem Tal
noch treffen so viel hundertmal,
Gott mag es schenken, Gott mag es lenken,
er hat die Gnad.
4. Nun, Brüder, eine gute Nacht,
der Herr im hohen Himmel wacht;
in seiner Güten uns zu behüten,
ist er bedacht!
Melodie und Text: Anton Wilhelm von Zuccalmaglio (1803–1869), nach einer älteren Melodie, in: Kretzschmer/Zuccalmaglio, Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen, Berlin 1838–1840
http://www.liederprojekt.org/lied29166-Kein-schoener-Land.html
Eine Ausstellung wird unter dem Titel "Vergangenheit – Verlust – Veränderung" am Samstag, 9. September 2017 um 16:00 in Blankenheim eröffnet.
https://www.transition-initiativen.de/events/ausstellung-vergangenheit-verlust-veraenderung
Die Ausstellung „Ruhe, aber nicht in Frieden“ – Bilder aus dem Hambacher Forst von Hubert Perschke ging am Freitag, 12. Mai 2017, zu Ende.
https://gruene-juelich.de/2017/05/09/finissage-im-gruenen-buero/
1. Kein schöner Land in dieser Zeit
als hier das unsre weit und breit,
wo wir uns finden wohl unter Linden
zur Abendzeit.
2. Da haben wir so manche Stund
gesessen da in froher Rund
und taten singen, die Lieder klingen
im Eichengrund.
3. Dass wir uns hier in diesem Tal
noch treffen so viel hundertmal,
Gott mag es schenken, Gott mag es lenken,
er hat die Gnad.
4. Nun, Brüder, eine gute Nacht,
der Herr im hohen Himmel wacht;
in seiner Güten uns zu behüten,
ist er bedacht!
Melodie und Text: Anton Wilhelm von Zuccalmaglio (1803–1869), nach einer älteren Melodie, in: Kretzschmer/Zuccalmaglio, Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen, Berlin 1838–1840
http://www.liederprojekt.org/lied29166-Kein-schoener-Land.html
Mittwoch, 23. August 2017
Niederrheinische Bucht: Zahlen und Fakten
Für den Hambacher Forst ist das Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde als Untere Forstbehörde zuständig.
https://www.wald-und-holz.nrw.de/ueber-uns/einrichtungen/regionalforstaemter/rureifel-juelicher-boerde/
Die Niederrheinische Bucht wird im Osten vom Rheinischen Schiefergebirge begrenzt und breitet sich trichterförmig nach Norden und Westen aus. Die Grenze zum nördlich anschließenden Niederrheinischen Tiefland ist orographisch nicht auffällig und im wesentlichen durch sich ändernde Boden- und Klimaeigenschaften bedingt. Im Süden und Westen grenzt die Niederrheinische Bucht an die Eifel. Der horstartige Höhenzug der Ville trennt die linksrheinischen Flächen in die westlich gelegene Jülich-Zülpicher Börde und die östlich sich erstreckende Köln-Bonner Rheinebene. Die höchsten Erhebungen finden sich mit Höhen ca. 260 m ü NN im Drachenfelser Ländchen und auf der Sophienhöhe. Das Gebiet wird durch Rhein, Erft und Rur entwässert.
https://www.wald-und-holz.nrw.de/wald-in-nrw/wuchsgebiete/niederrheinische-bucht/
https://www.wald-und-holz.nrw.de/ueber-uns/einrichtungen/regionalforstaemter/rureifel-juelicher-boerde/
Die Niederrheinische Bucht wird im Osten vom Rheinischen Schiefergebirge begrenzt und breitet sich trichterförmig nach Norden und Westen aus. Die Grenze zum nördlich anschließenden Niederrheinischen Tiefland ist orographisch nicht auffällig und im wesentlichen durch sich ändernde Boden- und Klimaeigenschaften bedingt. Im Süden und Westen grenzt die Niederrheinische Bucht an die Eifel. Der horstartige Höhenzug der Ville trennt die linksrheinischen Flächen in die westlich gelegene Jülich-Zülpicher Börde und die östlich sich erstreckende Köln-Bonner Rheinebene. Die höchsten Erhebungen finden sich mit Höhen ca. 260 m ü NN im Drachenfelser Ländchen und auf der Sophienhöhe. Das Gebiet wird durch Rhein, Erft und Rur entwässert.
https://www.wald-und-holz.nrw.de/wald-in-nrw/wuchsgebiete/niederrheinische-bucht/
Dienstag, 8. August 2017
Braunkohletagebau Hambach
Die Karte ist bereits veraltet. Der Wald zwischen Braunkohletagebau und der alten Wegführung der A4 wurde bereits gerodet. RWE plant, die Flächen bis zur neuen Wegführung der A4 abzubaggern. Auf diesen Flächen befinden sich im Moment noch die Reste des Hambacher Waldes, die beiden Dörfer Manheim und Morschenich sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen.
Dienstag, 1. August 2017
#hambawa
Der Hambacher Forst liegt je zur Hälfte im Kreis Düren und im Rhein-Erft-Kreis.
https://energieliga.blogspot.de/2017/08/kerpen-manheim.html
hambacherforst.org: "Der Hambacher Wald gehörte mit seinem einzigartigen Ökosystem zu den letzten großen Mischwäldern in Mitteleuropa. Von seinem ursprünglichen 5.500 Hektar sind heute weniger als ein Zehntel vorhanden. Der Hambacher Wald, einst Bürgewald genannt, hat eine über mehrere Jahrtausende alte Geschichte. Genauer gesagt existiert er seit der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahren. Mit seiner einzigarten Vielfalt an Flora und Fauna bietet er vielen Lebewesen ein zu Hause. In dem jetzt noch stehenden Rest finden sich Stieleichen und Hainbuchen, die über 300 Jahre alt sind. Er bietet vielen Zugvögeln jedes Jahr einen Zwischenstopp und wird von Waldkäuzen, Fledermäusen und Haselmäusen bewohnt."
https://hambacherforst.org/hintergruende/der-wald/
Die nächste Rodungssaison soll am 1. Oktober 2017 beginnen.
https://hambacherforst.org/rodungssaison-17/
Lasst uns zusammen kommen und alternative Lösungen zur Energieversorgung finden, so dass der Wald, die Dörfer und die landwirtschafltichen Flächen erhalten bleiben.
https://energieliga.blogspot.de/p/energieliga.html
Die Zeit ist reif.
https://energieliga.blogspot.de/2017/08/kerpen-manheim.html
hambacherforst.org: "Der Hambacher Wald gehörte mit seinem einzigartigen Ökosystem zu den letzten großen Mischwäldern in Mitteleuropa. Von seinem ursprünglichen 5.500 Hektar sind heute weniger als ein Zehntel vorhanden. Der Hambacher Wald, einst Bürgewald genannt, hat eine über mehrere Jahrtausende alte Geschichte. Genauer gesagt existiert er seit der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahren. Mit seiner einzigarten Vielfalt an Flora und Fauna bietet er vielen Lebewesen ein zu Hause. In dem jetzt noch stehenden Rest finden sich Stieleichen und Hainbuchen, die über 300 Jahre alt sind. Er bietet vielen Zugvögeln jedes Jahr einen Zwischenstopp und wird von Waldkäuzen, Fledermäusen und Haselmäusen bewohnt."
https://hambacherforst.org/hintergruende/der-wald/
Die nächste Rodungssaison soll am 1. Oktober 2017 beginnen.
https://hambacherforst.org/rodungssaison-17/
Lasst uns zusammen kommen und alternative Lösungen zur Energieversorgung finden, so dass der Wald, die Dörfer und die landwirtschafltichen Flächen erhalten bleiben.
https://energieliga.blogspot.de/p/energieliga.html
Die Zeit ist reif.
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