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Mittwoch, 20. September 2017

Faktencheck zur Bundestagswahl: Kohleausstieg

Die Bundestagswahl am 24. September 2017 rückt immer näher. Und da man zum Thema Energiepolitik so wenig von den Parteien hört, werden im Blog des Bremer Manifests seit dem 1. September wichtige Aspekte der Energiepolitik hinterfragt: 24-mal „fake oder Fakt?“ „falsch oder wahr?“. Bis zur Wahl werden jeden Tag Blogeinträge von verschiedenen Akteuren geschrieben und hier veröffentlicht:
https://www.bremer-manifest.de/blog/news/

Nachfolgend ein Faktencheck zum Kohleausstieg mit Fokus Braunkohle.

fake: Braunkohle sei der einzige heimische Energieträger, der in großen Mengen langfristig subventionsfrei zu wettbewerbsfähigen Konditionen bereitgestellt werden könne.[1] Ein Ausstieg vor 2045 gefährde die Versorgungssicherheit und den Industriestandort Deutschland.

Fakt: Tatsächlich erfolgen in Deutschland Subventionsmaßnahmen für Stein- und Braunkohle in der Größenordnung von mehreren Milliarden Euro jährlich. Dazu gehören u.a. Herstellerprivileg, Lizenzfreistellung und -reduzierung für den Stein- und Braunkohlebergbau, Sanierungsprogramm für Braunkohlebergbaulandschaften, Energiesteuerermäßigung für Energie-intensive Verfahren, Energiesteuerbefreiung für die Stromerzeugung, Forschungs- und Entwicklungsbudget für Kohle, Freistellung von der Stromsteuer sowie Zahlungen für Kapazitätsreserven.[2][3][4] Infrastrukturmaßnahmen werden auch aus öffentlichen Töpfen bezahlt. So wurden beispielsweise die Kosten für die Verlegung der Autobahn A4 im Verhältnis 56,3 zu 43,7 Prozent zwischen Bund und RWE Power als Verursacher des tagebaubedingten Neubaus aufgeteilt.[5]

Funktionierende Ökosysteme bilden unsere Lebensgrundlage. 

Für den Braunkohletagebau sollen weiterhin Ortschaften und Ökosysteme weichen. Was ist der „Wert“ von über Jahrhunderte gewachsene Dorfstrukturen?[6] Und was ist der „Wert“ eines Waldes, dessen Beschaffenheit der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU entspricht?[7][8] Bereits mehr als 35.300 Menschen haben die Petition „Hambacher Wald retten und Klima schützen“ unterschrieben.[9] Aktuelle Studien berechnen, dass bei einem früheren Ausstieg die Versorgungssicherheit weiterhin erhalten bleibe.[10]

Fazit: Was tun! Für eine enkeltaugliche Zukunft dürfen wir fossile Energieträger nicht länger abbauen und verbrennen. Es gibt bereits heute Alternativen, die bei fairen Marktbedingungen auch wettbewerbsfähig sind. Jetzt brauchen wir nur noch den Mut, neue Wege zu denken und auch zu gehen. Wie kommen wir zusammen? Dazu finden bundesweit bereits verschiedene Veranstaltungen zum Thema „Energie“ statt.[11] Lasst uns den Übergang hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung gemeinsam gestalten!

Hintergrund/links
  1. Bundesverband Braunkohle: 10 Fakten rund um Braunkohle
    http://www.braunkohle-forum.de/55-0-Wissen.html
  2. 2017-05 Europas Abhängigkeit von Kohle beenden: Deutschland
    https://www.odi.org/publications/10791-cutting-europe-s-lifelines-coal-germany
  3. 2015-01 Was Strom wirklich kostet
    https://www.greenpeace-energy.de/fileadmin/docs/publikationen/Studien/Greenpeace_Energy_Was_Strom_wirklich_kostet_2015.pdf
  4. 2004-01 Braunkohle - ein subventionsfreier Energieträger?
    https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/braunkohle-ein-subventionsfreier-energietraeger; https://wupperinst.org/p/wi/p/s/pd/29/
  5. 2013-05 A4-Verlegung: „Geschäft auf Kosten des Steuerzahlers“
    https://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/a4-verlegung-geschaeft-auf-kosten-des-steuerzahlers-1.574982
  6. http://energieliga.blogspot.de/search/label/heimat
  7. http://www.buirerfuerbuir.de/index.php/aktuelles/1-nachruf
  8. https://www.bund-nrw.de/presse/detail/news/vorerst-keine-rodungen-im-hambacher-wald/
  9. 2017-07 Wie ein Ausstieg aus der Kohle Deutschlands Klimaziele erreichbar macht, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden
    http://www.greenpeace.de/studie-kohleausstieg

  10. https://weact.campact.de/petitions/hambacher-wald-retten-klimaziele-realisieren-1
  11. https://www.transition-initiativen.de/themen/energie/termine
Termine

  • Freitag, 6. Oktober 2017 – 19:00 Wider den Wachstumszwang - in Ökodorf und Kohlegrube: Wie kann eine Welt jenseits von Wachstum, Konkurrenz und Profitstreben aussehen?
    https://www.degrowth.info/

  • Samstag, 14. Oktober 2017 – 10:30 „Aufbrechen!“ - Aktionsgottesdienst mit Pilgerweg in den Hambacher Forst
    http://www.ekir.de/

  • Sonntag, 15. Oktober 2017 – 11:30 Waldspaziergang Hambacher Wald Führung der anderen Art in einem einzigartigen alten Laubwald mit Michael Zobel und Eva Töller.
    http://naturfuehrung.com/
Filmtipp

Dienstag, 19. September 2017

Dialog-Werkstatt: Rückblick

Am 11. September 2017 hat die erste Dialog-Werkstatt in Buir stattgefunden. Wir hatten die Veranstaltung relativ kurzfristig über das Internet und persönliche Ansprache angekündigt. Es fanden sich insgesamt neun Menschen aus verschiedenen Orten und mit verschiedenen Hintergründen ein. Vertreten war ein Landtagsabgeordneter, ein Umsiedler, eine Wissenschaftlerin, vier Menschen von der Waldbesetzung im Hambacher Forst sowie zwei Menschen aus der Photovoltaik-Branche.

Ablauf 

Der kleine Rahmen bot die Gelegenheit für intensive Gespräche. Nach einer Vorstellungsrunde im großen Kreis teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Es gab einer deutschsprachige und eine englischsprachige Gruppe, was auch zeigt, dass das Thema von internationalem Interesse ist. In den jeweiligen Gruppen konnten die Anwesenden aus mehreren Zetteln einen Zettel ziehen. Auf dem Zettel war eine Position definiert. Es gab zwei gegensätzliche Positionen (Braunkohle weiter fördern vs sofortiger Ausstieg) und zwei bis drei Positionen dazwischen. Die Menschen waren nun eingeladen, nacheinander Argumente zu finden, warum die Position auf dem Zettel richtig sein kann. Nach dieser Runde gab es eine Runde, in der die Anwesenden eingeladen waren, Vorschläge zu machen: "Welche Ideen/Anregungen habe ich persönlich zu der aktuellen Situation?"

Ergebnis

Nach diesen Runden kamen wir noch mal im großen Kreis zusammen für eine Abschlussrunde. Aussagen, die ich mir notiert habe: Wir brauchen mehr Dialog. Freudig überrascht. Alle stehen für sich. Ich bin froh, dass sich alle darauf eingelassen haben. Es geht um jeden Baum. Es gibt Menschen, die uns unterstützen. Das Thema wird wahrgenommen. Richtig schöner Abend. Zwischen Optimismus und Resignation. Ich finde es wichtig, dass Menschen sich verantwortlich fühlen. Viele gute Ideen, die unterdrückt werden - von außen oder von den Menschen selbst. Menschen zusammenbringen und reden lassen. Sie können sich öffnen und es gibt Alternativen. Ohne Hoffnung macht das Leben keinen Spaß.

Ausblick

Am Ende sprachen wir noch in offener Runde miteinander. Wir haben Gemeinsamkeiten gefunden. Es wurden neue Ansätze zur gesellschaftspolitischen Ausgestaltung besprochen. Ein weiteres Puzzle-Stück auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung.

Eine Anregung war die Planungszelle am Beispiel des Bürgergutachtens für den ÖPNV Hannover. In Hannover wurde das Verfahren der Planungszelle/Bürgergutachten zum ersten Mal eingesetzt, um Fragen des öffentlichen Personennahverkehrs zu klären. Der Auftraggeber war die ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe AG, die auf diese Weise Anregungen und Kritik von ihren Kunden – aber auch von Außenstehenden – in eine Verbesserung ihres Angebotes einfließen lassen wollte.
http://www.beteiligungskompass.org/article/show/818
http://www.planungszelle.de/

Sonntag, 17. September 2017

Zumutbare Alternativen

In der Zusammenfassung des 3. Rahmenbetriebsplans zum Tagebau Hambach behauptet RWE Power, dass das Vorhaben im überwiegenden öffentlichen Interesse läge und dass zumutbare Alternativen nicht vorhanden seien.
https://energieliga.blogspot.de/2017/09/denken-wir-heute-auch-morgen.html

Wie kann eine Energieversorgung mit 100% Erneuerbaren Energien aussehen?

In einer aktuellen Studie von energy brainpool im Auftrag von Greenpeace wird ein kompletter Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2030 angenommen.
https://blog.energybrainpool.com/neue-studie-klimaschutz-durch-kohleausstieg/

Und das ist nur eine von vielen Studien, die Alternativen zur Braunkohle aufzeigen.
http://sakura-energie.blogspot.de/p/studien.html

Das Ergebnis jeder Studie hängt von den darin getroffenen Voraussetzungen ab. Die Zahl der verschiedenen Voraussetzungen ist hoch. Eine kleine Auswahl...
1. Es müssen Langzeitspeicher eingeführt sein
2. Es müssen Kurzzeitspeicher eingeführt sein
3. Der Ausbau von Windenergie muss beschleunigt werden
4. Der Ausbau von Solarenergie muss beschleunigt werden
5. Ein Kohleausstiegsgesetz muss erfolgt sein.
6. Es muss die Fülle des motorisierten Individualverkehrs (MIV) vermindert werden.
7. Der Güterverkehr muss reduziert werden
8. Die Elektromobilität muss Diesel und Benzin ersetzen
9. Ökologischer Landbau ist notwendig.
10. Die Wärmegewinnung mit Wärmepumpen muss angelaufen sein.
11. Wir wollen einen sozialverträglichen Strukurwandel gestalten.
12. Wir wollen den Einsatz von Ressourcen für den Aufbau eines Energiesystems auf Basis von Erneuerbaren Energien gering halten, weil deren Gewinnung, Verarbeitung, Nutzung und Entsorgung Auswirkungen auf Ökosysteme hier oder/und anderswo haben.
...

Die gewünschten Voraussetzungen sind in einem gemeinschaftlichen Prozess zu erarbeiten. Wir werden nicht alle Fehler vermeiden können. Aber wir können Verantwortung übernehmen und definierte Risiken nicht länger in die Zukunft verschieben.

Es ist an uns, nachfolgenden Generationen eine Erde zu hinterlassen, auf der alle gut leben können.

Samstag, 16. September 2017

Denken wir heute auch an morgen?

innogy: „Wir denken heute nicht an morgen.“
http://sakura-energie.blogspot.de/2017/09/innogy-wir-denken-heute-nicht-morgen.html

innogy

Und was macht derweil RWE Power?

Schauen wir auf die aus Sicht von RWE wesentlichen Inhalte des 3. Rahmenbetriebsplans für den Tagebau Hambach:
http://www.rwe.com/web/cms/de/1858872/g=2951660/rwe-power-ag/energietraeger/braunkohle/standorte/tagebau-hambach/hambach/
S.11: „Art und Ausmaß von Bergschäden und die Frage, ob es überhaupt zu Schädigungen kommen könnte, lassen sich im Vorhinein nicht sinnvoll beantworten.“

S.17: „Zur Vermeidung einer Versauerung und des Stoffaustrages aus dem Kippenkörper in gewachsenen Boden wird vor der nordöstlichen Randböschung ein „Kippenkeil“, also eine Art Puffer, angelegt. So wird ein Stoffaustrag in das oberste Grundwasserstockwerk der Erft-Scholle wirksam vermindert. Zudem werden die Sohlen, also die Arbeitsebenen der Schaufelradbagger, auf der Gewinnungsseite so optimiert, dass die Abbaustrossen in möglichst schwefelarmen Abraumschichten angeordnet werden.“

S.18: „Während der Laufzeit des Tagebaus unterhält RWE Power die Böschungen einschließlich dafür notwendiger wasserwirtschaftlicher Anlagen. Bleibende Böschungen werden unter Berücksichtigung der endgültigen wasserwirtschaftlichen und bodenmechanischen Verhältnisse dauerhaft so standsicher angelegt, dass eine regelmäßige Unterhaltung und eine Überwachung der Verformungen nach Ende des Betriebs nicht erforderlich sind.“

S.20: „Außerdem ist vorgesehen, die Endböschungen des Restsees vor und während der Befüllung permanent durch die Vermessungsabteilung von RWE Power überwachen zu lassen.“

S.22: „Im Plangebiet finden zwar sich keine europäischen Schutzgebiete (FFH- oder Vogelschutzgebiete), das FFH-Teilgebiet „Steinheide“ grenzt aber unmittelbar an die Abbaufläche an. Im Bereich der Abbaufläche liegen hingegen die Naturschutzgebiete „Bürgewald Steinheide“ sowie „Kiesgrube Steinheide“. Erstgenanntes wird am Rand beansprucht, letzteres liegt in der Abbaufläche selber. In der Abbaufläche befinden sich ferner mehrere Landschaftsschutzgebiete, Biotopkatasterflächen und geschützte Landschaftsbestandteile.“

S.30: „Dennoch ist nicht gänzlich auszuschließen, dass einzelne artenschutzrechtliche Betroffenheiten verbleiben, weil entweder die jeweilige Lebensraumqualität erst entwickelt werden muss oder weil der neue Lebensraum im Sinne des Gesetzes zu weit entfernt ist und deshalb bei einigen Arten zudem vorübergehende Störungen nicht völlig ausgeschlossen werden können.“

S.31: „Die Ausnahmeprüfung kommt zu dem Schluss, dass das Vorhaben im überwiegenden öffentlichen Interesse liegt und dass zumutbare Alternativen nicht vorhanden sind.“

S.42: „Eine detaillierte Betrachtung der Gewässer einschließlich einer Darlegung möglicher sümpfungsbedingter Auswirkungen wird in einem späteren wasserrechtlichen Erlaubnisverfahren stattfinden.“

S.42: „Um das Jahr 2045 soll die letzte Braunkohle im Tagebau Hambach gewonnen werden. Der Tagebau soll zu einem Restsee gestaltet und mit Wasser gefüllt werden. Da die Herstellung der Seemulde selbst sowie auch ihre Befüllung weit nach 2030 und damit außerhalb des vorliegenden Rahmenbetriebsplans stattfinden werden, bleibt die detaillierte Planung des Restsees späteren berg- und wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren vorbehalten.“
Zusammenfassend lässt sich sagen: Ja, RWE gibt sich wirklich viel Mühe und berücksichtigt im internationalen Vergleich vielleicht auch überdurchschnittlich viele Aspekte. Gleichzeitig überlässt RWE einige Risiken der Zukunft. Und dabei sind mögliche Risiken durch erhöhten CO2-Ausstoß und Immission noch gar nicht berücksichtigt. Mit den Risiken sind Kosten verbunden. Manche davon sind finanziell nicht auszugleichen.

Im Auftrag von Greenpeace hat das Forum Ökologisch Soziale Marktwirtschaft e.V. eine Kurzstudie erstellt und im November 2015 veröffentlicht: „Die gesamte Prozesskette, d.h. vom Abbau über die Verstromung bis zum Nachbergbau, verursacht Kosten, die bisher im Strompreis nicht abgebildet sind und stattdessen von der Gesellschaft getragen werden müssen. In der Studie wird herausgearbeitet, dass allein die Marktpreise von Braunkohlenstrom nicht aussagekräftig sind für die tatsächlichen Kosten der Braunkohle.“
http://www.greenpeace.de/kosten-braunkohle

Derweil bezifferte RWE Power die Nettoschulden im August 2017 auf 21,5 Mrd Euro. RWE hat vielleicht zu lange Zeit nicht an morgen gedacht. In der Zusammenfassung des 3. Rahmenbetriebsplans zum Tagebau Hambach behauptet RWE, dass das Vorhaben im überwiegenden öffentlichen Interesse läge und dass zumutbare Alternativen nicht vorhanden seien.

Genau das stellen wir in Frage.

Donnerstag, 14. September 2017

Strukturwandel in Kohleregionen

Institut Arbeit und Technik: "Strukturwandel in Kohleregionen als Prozess ökonomischer und sozialökologischer Transformation - Handlungsmöglichkeiten für einen sozialverträglichen Strukturwandel im Lichte der klimapolitischen Ziele / STRUKO"

Laufzeit: 21.10.2016 - 31.08.2019

Ziel des vom Bundesumweltamt geförderten Projektes ist es, aufbauend auf den Erfahrungen zweier Kohleregionen – dem Ruhrgebiet und der Lausitz –übertragbare Handlungsempfehlungen für eine integrierte und präventive Strukturpolitik für Kohleregionen zu generieren.

http://www.iatge.de/forschung-und-beratung/projekte/2016/struko-strukturwandel-in-kohleregionen-als-prozess-oekonomischer-und-sozialoekologischer-transformation-handlungsmoeglichkeiten-fuer-einen-sozialvertraeglichen-strukturwandel-im-lichte-der-klimapolitischen-ziele.html

Freitag, 8. September 2017

Der Kohleausstieg in Deutschland: Tausend gute Gründe

Lausitzer Perspektiven: "Am 6. Juni 2017 erschien unter dem Titel "Kursbuch Kohleausstieg. Szenarien für den Strukturwandel" eine neue Ausgabe der politischen ökologie. In diesem Band hatte Sebastian Zoepp die Gelegenheit, ein einleitenden Beitrag für diese Augabe zu schreiben. Nachfolgend finden Sie seinen Beitrag mit freundlicher Genehmigung des oekom-Verlags."
http://www.lausitzer-perspektiven.de/de/perspektiven/tausend-gute-gruende

Montag, 4. September 2017

energiewende: sozial-ökologisch

transformation-des-energiesystems.de: "Wie können wir die Energiewende sozial gerecht und umweltverträglich gestalten? Antworten suchen 33 aktuelle Forschungsprojekte in fünf Themenclustern."
http://transformation-des-energiesystems.de/

energiekonflikte.de: "Wenn die Energiewende langfristig erfolgreich sein soll, dann müssen die Interessen der Bürgerinnen und Bürger wahrgenommen werden. Darüber hinaus müssen die daraus abgeleiteten Akzeptanzkriterien mit Hilfe der rechtlichen und der ökonomischen Rahmenbedingungen in den Transformationsprozess integriert werden. Die Fragen des Forschungsprojektes „Energiekonflikte“ beziehen sich auf eben diese Schnittstellen."
http://energiekonflikte.de/

Sonntag, 3. September 2017

Dialog-Werkstatt: "Energiegewinnung im Rheinischen Revier"

Einander zuhören. Verantwortung übernehmen. Alternativen finden. 

11. September 2017, 18:30 bis ca. 21:00 Uhr
ev. Gemeindehaus Buir, Bahnstraße 42, 50170 Kerpen-Buir

Veranstalter: energieliga.org
Spende für die Raummiete erwünscht – Richtwert 5 €

Foto: Evangelische Gemeinde zu Düren

Aufgrund der Räumlichkeiten und des Formats werden wir die Teilnehmerzahl auf ca. 40-50 Personen begrenzen. Die Veranstaltung steht in einem lokalen Bezug zu Manheim, dem Hambacher Forst und dem Braunkohletagebau Hambach.

Zu Beginn der Veranstaltung bieten wir 5 - 6 Personen aus verschiedenen Bereichen die Gelegenheit, mit einem kurzen Impulsvortrag (ca. 5 - 6 Min.) die eigene Position darzulegen. Die angefragten Personen vertreten folgende Bereiche: Wirtschaftsunternehmen, Landesregierung NRW, Umweltverbände, Wissenschaft, Ort mit Umsiedlungsstatus und Baumbesetzung im Hambacher Wald.

Nach den Impulsvorträgen, für die wir in Summe eine halbe Stunde einplanen, teilen sich alle Anwesenden in Kleingruppen auf. In diesen Kleingruppen erhalten die Anwesenden die Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, Perspektiven zu wechseln und sich für einen wertschätzenden Dialog zu öffnen.

Ziel der Veranstaltung ist, dass wir einander zuhören und Verantwortung übernehmen. Wir wollen damit die Voraussetzung schaffen, um gemeinsam Lösungen finden zu können, mit denen alle gut leben können.

Dienstag, 29. August 2017

Enzyklika Laudato si‘ von Papst Franziskus

Deutsche Bischofskonferenz: "Papst Franziskus hat im dritten Jahr seines Pontifikats die Enzyklika zum Themenkomplex „Umwelt“ veröffentlicht. Sie trägt den Titel „Laudato si‘– Über die Sorge für das gemeinsame Haus (Rom, 24. Mai 2015)“ und wurde am 18. Juni 2015 in Rom vorgestellt."
http://www.dbk.de/nc/presse/details/?presseid=2831

Donnerstag, 24. August 2017

Innovationsregion Rheinisches Revier

Innovationsregion Rheinisches Revier
http://rheinisches-revier.de/

Zitat Anfang

Das "Rheinische Revier", zu dem die Kreise Düren, Euskirchen, Heinsberg, der Rhein-Erft-Kreis und der Rhein-Kreis Neuss sowie die Städteregion Aachen gehören, ist durch die Gewinnung, Verstromung und Veredlung der Braunkohle geprägt. In dieser Region soll die "IRR - Innovationsregion Rheinisches Revier GmbH" wirken.

Die Gesellschaft entwickelt Leitbilder, Innovationsstrategien und Handlungskonzepte und unterstützt den Strukturwandel durch Initiierung und Durchführung von Projekten. Die IRR GmbH arbeitet eng mit ihren Partnern aus der Wissenschaft, der Wirtschaft, der Politik und den Verbänden innerhalb und außerhalb der Region zusammen. Von besonderer strategischer Bedeutung ist die Entwicklung von strategischen Handlungsräumen in der Innovationsregion Rheinisches Revier.

Energiewende und Klimawandel stellen die Region vor eine Herausforderung. Absehbare Veränderungen sollen hier aber nicht als Strukturbrüche erlitten, sondern durch die Bündelung aller vorhandenen Potenziale frühzeitig und gemeinsam gestaltet werden. Die IRR wird den Weg beschreiben und vorbereiten, mit dem das Rheinische Revier auch im 21. Jahrhundert eine moderne, prosperierende und innovative Energie- und Industrieregion sein kann. Die IRR will Taktgeber in Zeiten der Energiewende sein.

Zitat Ende

rhein-erft-kreis.de: "Landesregierung lässt Revier mit Strukturwandel alleine."
https://www.rhein-erft-kreis.de/meldungen/artikel/entt%C3%A4uschung-im-rheinischen-revier

Montag, 21. August 2017

Podiumsdiskussion: Was kommt nach der Braunkohle?

20. August 2017, 15 – 17 Uhr
Stadthalle Erkelenz
https://www.kultur-erkelenz.de/event/braunkohle/ 

Klimacamp und RWE: interkulturelle Begegnung mit Austausch der Kontaktdaten

Das Podium:
  • Torsten Moll, Bewohner von Holzweiler
  • Janna Aljets, Referentin der BUNDjugend
  • Karin Walter, Moderatorin
  • Manfred Maresch, Bezirksleiter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie im Bezirk Alsdorf
  • Dr. Stefan Gärtner, Strukturwandelforscher vom Institut Arbeit und Technik der Ruhr Uni
Der vollständige Livemitschnitt des Nachmittags:
https://www.pscp.tv/w/1vOxwOeypNoxB 

Ein Filmteam vom WDR war dabei. Der Beitrag in der Lokalzeit Aachen am 21.08.2017:
http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-aachen/video-lokalzeit-aus-aachen-1356.html

Mittwoch, 16. August 2017

Hambacher Dialog: Bündnis Initiative Friedensplan

Buirer für Buir am 21. März 2017: "Anfang 2016 schloss sich ein breites Spektrum gesellschaftlicher Gruppierungen zum Bündnis Initiative Friedensplan zusammen, um einen Beitrag zur Lösung des Konfliktes im Hambacher Wald zu leisten und einen Dialog mit dem Tagebaubetreiber RWE Power in Gang zu setzen. Hier eine Chronologie: ..."
http://www.buirerfuerbuir.de/index.php/aktuelles/212-chronologie-des-buendnisses-initiative-friedensplan

B90/Die Grünen Kreistagsfraktion Düren 21.03.2017: "Vor einem Jahr bot die Initiative Friedensplan, ein breites Bündnis aus kirchlichen Vertretern, Parteien, Umweltorganisationen, Bürgerinitiativen und engagierten Einzelpersonen mit dem Positionspapier „Voraussetzungen für einen Friedensplan für den Hambacher Forst im Rheinischen Revier“ dem Vorstand der RWE Power AG Gespräche zur Lösung des Konflikts im Hambacher Wald an."
https://gruene-dueren.de/2017/03/ein-jahr-initiative-friedensplan_10652.html

RWE Power AG am 24. März 2017: "RWE Power macht weiterhin deutlich, dass die Braunkohle aus dem Tagebau Hambach unverändert für die Energieversorgung benötigt wird. Fünf Prozent des gesamten deutschen Stroms bzw. fast 15 Prozent des Stroms in NRW werden mit der Braunkohle aus dem Tagebau Hambach erzeugt. Auch und gerade durch die Energiewende mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien hält der Bedarf nach gesicherter Leistung im deutschen Stromnetz an – eine Leistung, die jederzeit zuverlässig abgerufen werden kann und die von Natur aus schwankende Leistung von Wind und Solar ausgleicht."
http://www.rwe.com/web/cms/de/2320/rwe-power-ag/presse-downloads/pressemitteilungen/?pmid=4015440

Freitag, 11. August 2017

#terranova

RWE: "Am Rand des Tagebaus Hambach liegt das forum :terra nova, das gleichzeitig als Aussichtspunkt, Begegnungsstätte und Ausstellungsort dient."
http://www.rwe.com/web/cms/de/2859790/rwe-power-ag/energietraeger/braunkohle/besucherinformation/

Weiter so wie bisher? Oder gelingt uns eine Kehrtwende hin zu einer gesunden Balance?

Die Videos dieser Playlist folgen einem Spannungsbogen ...



Terra Nova Voice: "Das ist ein Zielbild der Evolution, nicht das Projekt einer speziellen Gruppe. Es verwirklicht sich aus dem Zusammenschluss derer, die sich mehr und mehr erfassen lassen von dem Starkstrom der neuen Zukunft. In diesem Bewusstsein erkennen wir die ungeheure Verfehlung der Vergangenheit, die Absurdität auch nur eines einziges Gewehrs auf diesem Planeten, das kollektive Trauma, das uns so lange im Griff hatte."
http://terranovavoice.tamera.org/