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Montag, 9. Oktober 2017

RWE-CFO Markus Krebber im Interview

(28.09.2017) Lang hat der Energieriese RWE seine Wunden geleckt, jetzt schaltet der Dax-Konzern wieder moderat in den Angriffsmodus, wie Finanzchef Markus Krebber gegenüber FINANCE-TV ankündigte: „RWE ist wieder handlungsfähig. Wir wollen unseren Kraftwerkspark ausbauen – auch durch Zukäufe.“ Wie viel Geld Krebber dafür mobilisieren könnte, ob die deutschen Kraftwerke der E.on-Tochter Uniper zu RWE passen würden und wie wichtig die hohen Dividenden der abgespaltenen Tochter Innogy für die RWE-Finanzen noch sind – dies und mehr im heutigen FINANCE-TV-Interview mit RWE-CFO Markus Krebber.
http://www.finance-magazin.de/finance-tv/rwe-cfo-markus-krebber-wollen-unseren-kraftwerkspark-ausbauen-auch-durch-zukaeufe-1412951/

Dienstag, 3. Oktober 2017

Bürgewaldgemeinden: Gedanken zum "Wert" des Hambacher Waldes

Im Jahr 2012 wurde ein Nachruf auf den Hambacher Forst veröffentlicht.[1] In dem Text wird hergeleitet, warum etwa 2.000 junge Bäume mit einem Kronenvolumen von jeweils 1 cbm gepflanzt werden müssten, wenn ein Altbaum gefällt wird. Die Kosten für diese Aktion dürften etwa 150.000 € betragen. Mit einem durchschnittlichen Bestand von 100 Altbäumen pro Hektar im Hambacher Forst betrüge der "Wert" jeden Hektars geschätzt 15 Millionen Euro. Nicht eingerechnet ist der "Wert" des Ökosystems Wald als Ganzes mit seinem Zusammespiel zwischen Flora und Fauna und seiner Bedeutung für den Wasserkreislauf.

Als der damals noch unter dem Namen Rheinbraun firmierende Tagebaubetreiber 1978 mit dem Aufschluss begann, war der Wald noch 4.100 Hektar groß.[2] Im Jahr 2011 waren davon noch ca. 1.100 Hektar übrig.[1] In den kommenden Jahren wurden jährlich ca. 80 Hektar gefällt.[3] Somit beträgt die Waldfläche jetzt noch ca. 600 Hektar.

Der "Wert" des bereits vernichteten Waldes betrüge geschätzt 52,2 Milliarden Euro. Der "Wert" des noch verbliebenen Restes des Hambacher Forstes betrüge ca. 9,3 Milliarden Euro.

Petition: HAMBACHER WALD RETTEN & KLIMA SCHÜTZEN
https://weact.campact.de/petitions/hambacher-wald-retten-klimaziele-realisieren-1

Quellen:
1. http://www.buirerfuerbuir.de/index.php/aktuelles/1-nachruf 
2. https://www.bund-nrw.de/themen/braunkohle/hintergruende-und-publikationen/braunkohlentagebaue/hambach/
3. https://hambacherforst.org/hintergruende/der-wald/

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Der Text von Antje Grothus in Anlehnung an "Bild im Baum" von Wolfgang Buff.
http://www.buirerfuerbuir.de/index.php/aktuelles/1-nachruf

Diese etwa 100 Jahre alte Buche im Hambacher Forst sollten Sie sich etwa 20 Meter hoch und mit etwa 12 Meter Kronendurchmesser vorstellen. Mit mehr als 600.000 Blättern verzehnfacht sie ihre 120 qm Grundfläche auf etwa 1.200 qm Blattfläche. Durch die Lufträume des Blattgewebes entsteht eine Gesamtoberfläche für den Gasaustausch von etwa 15.000 qm, also zwei Fußballfeldern!

9.400 Liter (= 18 kg) Kohlenstoffdioxid verarbeitet dieser Baum an einem Sonnentag. Bei einem Gehalt von 0,03% Kohlenstoffdioxid in der Luft müssen etwa 36.000 cbm Luft durch diese Blätter strömen. Die in der Luft schwebenden Bakterien, Pilzsporen, Staub und andere schädliche Stoffe werden dabei größtenteils ausgefiltert. Gleichzeitig wird die Luft angefeuchtet, denn etwa 400 Liter Wasser verbraucht und verdunstet der Baum an dem selben Tag. Die 13 kg Sauerstoff, die dabei vom Baum durch die Photosynthese als Abfallprodukt gebildet werden, decken den Bedarf von etwa 10 Menschen. Außerdem produziert der Baum an diesem Tag 12 kg Zucker, aus dem er alle seine organischen Stoffe aufbaut. Einen Teil speichert er als Stärke, aus einem anderen baut er sein neues Holz.

Wenn nun der Baum gefällt wird, so müssten etwa 2.000 junge Bäume mit einem Kronenvolumen von jeweils 1 cbm gepflanzt werden, wollte man ihn vollwertig ersetzen. Die Kosten dafür dürften etwa 150.000 € betragen. Der "Wert" des noch verbliebenen Restes des Hambacher Forstes betrüge somit geschätzt 16.500.000.000 € (16,5 Mrd €). Der Wert des bereits vernichteten Waldes das 3-fache!

Berechnungsgrundlagen: Restwaldbestand in 2011 ca. 1.100 ha; durchschnittlicher Bestand an Altbaumbeständen im Hambacher Forst 100/ha (Quelle: RWE)

Mittwoch, 27. September 2017

Gutachten: Rückstellungen für den Braunkohlenbergbau im Rheinischen Revier

Die RWE Power AG hat der Bezirksregierung Arnsberg, Abteilung Bergbau und Energie in NRW, drei externe Gutachten zu den Rückstellungen für den Braunkohlenbergbau im Rheinischen Revier vorgelegt. Diese Gutachten veröffentlicht die Bezirksregierung bereits heute (26.09.2017) vor der behördlichen Prüfung.
https://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/presse/2017/09/138_17_09_26/index.php

Mittwoch, 20. September 2017

Faktencheck zur Bundestagswahl: Kohleausstieg

Die Bundestagswahl am 24. September 2017 rückt immer näher. Und da man zum Thema Energiepolitik so wenig von den Parteien hört, werden im Blog des Bremer Manifests seit dem 1. September wichtige Aspekte der Energiepolitik hinterfragt: 24-mal „fake oder Fakt?“ „falsch oder wahr?“. Bis zur Wahl werden jeden Tag Blogeinträge von verschiedenen Akteuren geschrieben und hier veröffentlicht:
https://www.bremer-manifest.de/blog/news/

Nachfolgend ein Faktencheck zum Kohleausstieg mit Fokus Braunkohle.

fake: Braunkohle sei der einzige heimische Energieträger, der in großen Mengen langfristig subventionsfrei zu wettbewerbsfähigen Konditionen bereitgestellt werden könne.[1] Ein Ausstieg vor 2045 gefährde die Versorgungssicherheit und den Industriestandort Deutschland.

Fakt: Tatsächlich erfolgen in Deutschland Subventionsmaßnahmen für Stein- und Braunkohle in der Größenordnung von mehreren Milliarden Euro jährlich. Dazu gehören u.a. Herstellerprivileg, Lizenzfreistellung und -reduzierung für den Stein- und Braunkohlebergbau, Sanierungsprogramm für Braunkohlebergbaulandschaften, Energiesteuerermäßigung für Energie-intensive Verfahren, Energiesteuerbefreiung für die Stromerzeugung, Forschungs- und Entwicklungsbudget für Kohle, Freistellung von der Stromsteuer sowie Zahlungen für Kapazitätsreserven.[2][3][4] Infrastrukturmaßnahmen werden auch aus öffentlichen Töpfen bezahlt. So wurden beispielsweise die Kosten für die Verlegung der Autobahn A4 im Verhältnis 56,3 zu 43,7 Prozent zwischen Bund und RWE Power als Verursacher des tagebaubedingten Neubaus aufgeteilt.[5]

Funktionierende Ökosysteme bilden unsere Lebensgrundlage. 

Für den Braunkohletagebau sollen weiterhin Ortschaften und Ökosysteme weichen. Was ist der „Wert“ von über Jahrhunderte gewachsene Dorfstrukturen?[6] Und was ist der „Wert“ eines Waldes, dessen Beschaffenheit der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU entspricht?[7][8] Bereits mehr als 35.300 Menschen haben die Petition „Hambacher Wald retten und Klima schützen“ unterschrieben.[9] Aktuelle Studien berechnen, dass bei einem früheren Ausstieg die Versorgungssicherheit weiterhin erhalten bleibe.[10]

Fazit: Was tun! Für eine enkeltaugliche Zukunft dürfen wir fossile Energieträger nicht länger abbauen und verbrennen. Es gibt bereits heute Alternativen, die bei fairen Marktbedingungen auch wettbewerbsfähig sind. Jetzt brauchen wir nur noch den Mut, neue Wege zu denken und auch zu gehen. Wie kommen wir zusammen? Dazu finden bundesweit bereits verschiedene Veranstaltungen zum Thema „Energie“ statt.[11] Lasst uns den Übergang hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung gemeinsam gestalten!

Hintergrund/links
  1. Bundesverband Braunkohle: 10 Fakten rund um Braunkohle
    http://www.braunkohle-forum.de/55-0-Wissen.html
  2. 2017-05 Europas Abhängigkeit von Kohle beenden: Deutschland
    https://www.odi.org/publications/10791-cutting-europe-s-lifelines-coal-germany
  3. 2015-01 Was Strom wirklich kostet
    https://www.greenpeace-energy.de/fileadmin/docs/publikationen/Studien/Greenpeace_Energy_Was_Strom_wirklich_kostet_2015.pdf
  4. 2004-01 Braunkohle - ein subventionsfreier Energieträger?
    https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/braunkohle-ein-subventionsfreier-energietraeger; https://wupperinst.org/p/wi/p/s/pd/29/
  5. 2013-05 A4-Verlegung: „Geschäft auf Kosten des Steuerzahlers“
    https://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/a4-verlegung-geschaeft-auf-kosten-des-steuerzahlers-1.574982
  6. http://energieliga.blogspot.de/search/label/heimat
  7. http://www.buirerfuerbuir.de/index.php/aktuelles/1-nachruf
  8. https://www.bund-nrw.de/presse/detail/news/vorerst-keine-rodungen-im-hambacher-wald/
  9. 2017-07 Wie ein Ausstieg aus der Kohle Deutschlands Klimaziele erreichbar macht, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden
    http://www.greenpeace.de/studie-kohleausstieg

  10. https://weact.campact.de/petitions/hambacher-wald-retten-klimaziele-realisieren-1
  11. https://www.transition-initiativen.de/themen/energie/termine
Termine

  • Freitag, 6. Oktober 2017 – 19:00 Wider den Wachstumszwang - in Ökodorf und Kohlegrube: Wie kann eine Welt jenseits von Wachstum, Konkurrenz und Profitstreben aussehen?
    https://www.degrowth.info/

  • Samstag, 14. Oktober 2017 – 10:30 „Aufbrechen!“ - Aktionsgottesdienst mit Pilgerweg in den Hambacher Forst
    http://www.ekir.de/

  • Sonntag, 15. Oktober 2017 – 11:30 Waldspaziergang Hambacher Wald Führung der anderen Art in einem einzigartigen alten Laubwald mit Michael Zobel und Eva Töller.
    http://naturfuehrung.com/
Filmtipp

Sonntag, 17. September 2017

Zumutbare Alternativen

In der Zusammenfassung des 3. Rahmenbetriebsplans zum Tagebau Hambach behauptet RWE Power, dass das Vorhaben im überwiegenden öffentlichen Interesse läge und dass zumutbare Alternativen nicht vorhanden seien.
https://energieliga.blogspot.de/2017/09/denken-wir-heute-auch-morgen.html

Wie kann eine Energieversorgung mit 100% Erneuerbaren Energien aussehen?

In einer aktuellen Studie von energy brainpool im Auftrag von Greenpeace wird ein kompletter Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2030 angenommen.
https://blog.energybrainpool.com/neue-studie-klimaschutz-durch-kohleausstieg/

Und das ist nur eine von vielen Studien, die Alternativen zur Braunkohle aufzeigen.
http://sakura-energie.blogspot.de/p/studien.html

Das Ergebnis jeder Studie hängt von den darin getroffenen Voraussetzungen ab. Die Zahl der verschiedenen Voraussetzungen ist hoch. Eine kleine Auswahl...
1. Es müssen Langzeitspeicher eingeführt sein
2. Es müssen Kurzzeitspeicher eingeführt sein
3. Der Ausbau von Windenergie muss beschleunigt werden
4. Der Ausbau von Solarenergie muss beschleunigt werden
5. Ein Kohleausstiegsgesetz muss erfolgt sein.
6. Es muss die Fülle des motorisierten Individualverkehrs (MIV) vermindert werden.
7. Der Güterverkehr muss reduziert werden
8. Die Elektromobilität muss Diesel und Benzin ersetzen
9. Ökologischer Landbau ist notwendig.
10. Die Wärmegewinnung mit Wärmepumpen muss angelaufen sein.
11. Wir wollen einen sozialverträglichen Strukurwandel gestalten.
12. Wir wollen den Einsatz von Ressourcen für den Aufbau eines Energiesystems auf Basis von Erneuerbaren Energien gering halten, weil deren Gewinnung, Verarbeitung, Nutzung und Entsorgung Auswirkungen auf Ökosysteme hier oder/und anderswo haben.
...

Die gewünschten Voraussetzungen sind in einem gemeinschaftlichen Prozess zu erarbeiten. Wir werden nicht alle Fehler vermeiden können. Aber wir können Verantwortung übernehmen und definierte Risiken nicht länger in die Zukunft verschieben.

Es ist an uns, nachfolgenden Generationen eine Erde zu hinterlassen, auf der alle gut leben können.

Samstag, 16. September 2017

Denken wir heute auch an morgen?

innogy: „Wir denken heute nicht an morgen.“
http://sakura-energie.blogspot.de/2017/09/innogy-wir-denken-heute-nicht-morgen.html

innogy

Und was macht derweil RWE Power?

Schauen wir auf die aus Sicht von RWE wesentlichen Inhalte des 3. Rahmenbetriebsplans für den Tagebau Hambach:
http://www.rwe.com/web/cms/de/1858872/g=2951660/rwe-power-ag/energietraeger/braunkohle/standorte/tagebau-hambach/hambach/
S.11: „Art und Ausmaß von Bergschäden und die Frage, ob es überhaupt zu Schädigungen kommen könnte, lassen sich im Vorhinein nicht sinnvoll beantworten.“

S.17: „Zur Vermeidung einer Versauerung und des Stoffaustrages aus dem Kippenkörper in gewachsenen Boden wird vor der nordöstlichen Randböschung ein „Kippenkeil“, also eine Art Puffer, angelegt. So wird ein Stoffaustrag in das oberste Grundwasserstockwerk der Erft-Scholle wirksam vermindert. Zudem werden die Sohlen, also die Arbeitsebenen der Schaufelradbagger, auf der Gewinnungsseite so optimiert, dass die Abbaustrossen in möglichst schwefelarmen Abraumschichten angeordnet werden.“

S.18: „Während der Laufzeit des Tagebaus unterhält RWE Power die Böschungen einschließlich dafür notwendiger wasserwirtschaftlicher Anlagen. Bleibende Böschungen werden unter Berücksichtigung der endgültigen wasserwirtschaftlichen und bodenmechanischen Verhältnisse dauerhaft so standsicher angelegt, dass eine regelmäßige Unterhaltung und eine Überwachung der Verformungen nach Ende des Betriebs nicht erforderlich sind.“

S.20: „Außerdem ist vorgesehen, die Endböschungen des Restsees vor und während der Befüllung permanent durch die Vermessungsabteilung von RWE Power überwachen zu lassen.“

S.22: „Im Plangebiet finden zwar sich keine europäischen Schutzgebiete (FFH- oder Vogelschutzgebiete), das FFH-Teilgebiet „Steinheide“ grenzt aber unmittelbar an die Abbaufläche an. Im Bereich der Abbaufläche liegen hingegen die Naturschutzgebiete „Bürgewald Steinheide“ sowie „Kiesgrube Steinheide“. Erstgenanntes wird am Rand beansprucht, letzteres liegt in der Abbaufläche selber. In der Abbaufläche befinden sich ferner mehrere Landschaftsschutzgebiete, Biotopkatasterflächen und geschützte Landschaftsbestandteile.“

S.30: „Dennoch ist nicht gänzlich auszuschließen, dass einzelne artenschutzrechtliche Betroffenheiten verbleiben, weil entweder die jeweilige Lebensraumqualität erst entwickelt werden muss oder weil der neue Lebensraum im Sinne des Gesetzes zu weit entfernt ist und deshalb bei einigen Arten zudem vorübergehende Störungen nicht völlig ausgeschlossen werden können.“

S.31: „Die Ausnahmeprüfung kommt zu dem Schluss, dass das Vorhaben im überwiegenden öffentlichen Interesse liegt und dass zumutbare Alternativen nicht vorhanden sind.“

S.42: „Eine detaillierte Betrachtung der Gewässer einschließlich einer Darlegung möglicher sümpfungsbedingter Auswirkungen wird in einem späteren wasserrechtlichen Erlaubnisverfahren stattfinden.“

S.42: „Um das Jahr 2045 soll die letzte Braunkohle im Tagebau Hambach gewonnen werden. Der Tagebau soll zu einem Restsee gestaltet und mit Wasser gefüllt werden. Da die Herstellung der Seemulde selbst sowie auch ihre Befüllung weit nach 2030 und damit außerhalb des vorliegenden Rahmenbetriebsplans stattfinden werden, bleibt die detaillierte Planung des Restsees späteren berg- und wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren vorbehalten.“
Zusammenfassend lässt sich sagen: Ja, RWE gibt sich wirklich viel Mühe und berücksichtigt im internationalen Vergleich vielleicht auch überdurchschnittlich viele Aspekte. Gleichzeitig überlässt RWE einige Risiken der Zukunft. Und dabei sind mögliche Risiken durch erhöhten CO2-Ausstoß und Immission noch gar nicht berücksichtigt. Mit den Risiken sind Kosten verbunden. Manche davon sind finanziell nicht auszugleichen.

Im Auftrag von Greenpeace hat das Forum Ökologisch Soziale Marktwirtschaft e.V. eine Kurzstudie erstellt und im November 2015 veröffentlicht: „Die gesamte Prozesskette, d.h. vom Abbau über die Verstromung bis zum Nachbergbau, verursacht Kosten, die bisher im Strompreis nicht abgebildet sind und stattdessen von der Gesellschaft getragen werden müssen. In der Studie wird herausgearbeitet, dass allein die Marktpreise von Braunkohlenstrom nicht aussagekräftig sind für die tatsächlichen Kosten der Braunkohle.“
http://www.greenpeace.de/kosten-braunkohle

Derweil bezifferte RWE Power die Nettoschulden im August 2017 auf 21,5 Mrd Euro. RWE hat vielleicht zu lange Zeit nicht an morgen gedacht. In der Zusammenfassung des 3. Rahmenbetriebsplans zum Tagebau Hambach behauptet RWE, dass das Vorhaben im überwiegenden öffentlichen Interesse läge und dass zumutbare Alternativen nicht vorhanden seien.

Genau das stellen wir in Frage.

Donnerstag, 14. September 2017

Strukturwandel in Kohleregionen

Institut Arbeit und Technik: "Strukturwandel in Kohleregionen als Prozess ökonomischer und sozialökologischer Transformation - Handlungsmöglichkeiten für einen sozialverträglichen Strukturwandel im Lichte der klimapolitischen Ziele / STRUKO"

Laufzeit: 21.10.2016 - 31.08.2019

Ziel des vom Bundesumweltamt geförderten Projektes ist es, aufbauend auf den Erfahrungen zweier Kohleregionen – dem Ruhrgebiet und der Lausitz –übertragbare Handlungsempfehlungen für eine integrierte und präventive Strukturpolitik für Kohleregionen zu generieren.

http://www.iatge.de/forschung-und-beratung/projekte/2016/struko-strukturwandel-in-kohleregionen-als-prozess-oekonomischer-und-sozialoekologischer-transformation-handlungsmoeglichkeiten-fuer-einen-sozialvertraeglichen-strukturwandel-im-lichte-der-klimapolitischen-ziele.html

Montag, 4. September 2017

energiewende: sozial-ökologisch

transformation-des-energiesystems.de: "Wie können wir die Energiewende sozial gerecht und umweltverträglich gestalten? Antworten suchen 33 aktuelle Forschungsprojekte in fünf Themenclustern."
http://transformation-des-energiesystems.de/

energiekonflikte.de: "Wenn die Energiewende langfristig erfolgreich sein soll, dann müssen die Interessen der Bürgerinnen und Bürger wahrgenommen werden. Darüber hinaus müssen die daraus abgeleiteten Akzeptanzkriterien mit Hilfe der rechtlichen und der ökonomischen Rahmenbedingungen in den Transformationsprozess integriert werden. Die Fragen des Forschungsprojektes „Energiekonflikte“ beziehen sich auf eben diese Schnittstellen."
http://energiekonflikte.de/

Samstag, 2. September 2017

Kommunen und RWE: Ein unübersichtliches Netzwerk

Greenpeace Köln: "Einige Monate und viele Recherchestunden später bot sich uns ein gänzlich anderes Bild: Deutlich mehr als 60 Kommunen in und um NRW verfügen über Aktien von RWE. Zusammen halten sie etwa ein Fünftel der Aktien, 23 von ihnen halten sogar jeweils mehr als eine Million Aktien."
http://www.greenpeace-koeln.de/kommunen-und-rwe-ein-unuebersichtliches-schmutziges-netzwerk/

Wie verkauft eine Kommune Aktien?
http://www.sonnenfluesterer.de/2015/10/wie-verkauft-eine-kommune-aktien/

Donnerstag, 31. August 2017

RWE droht mit Enteignung

hambacherforst.org: "Zum freiwilligen Verkauf der Wiese hatte RWE eine Frist bis Donnerstag, den 31. August 2017, gesetzt. Sollte ein Verkauf der Wiese bis zu diesem Zeitpunkt nicht zustande kommen, werde RWE Zwang anwenden und die Enteignung der Wiese veranlassen."
https://hambacherforst.org/blog/2017/08/30/ultimatum-rwe-fordert-die-wiese-sofort/

Montag, 21. August 2017

Podiumsdiskussion: Was kommt nach der Braunkohle?

20. August 2017, 15 – 17 Uhr
Stadthalle Erkelenz
https://www.kultur-erkelenz.de/event/braunkohle/ 

Klimacamp und RWE: interkulturelle Begegnung mit Austausch der Kontaktdaten

Das Podium:
  • Torsten Moll, Bewohner von Holzweiler
  • Janna Aljets, Referentin der BUNDjugend
  • Karin Walter, Moderatorin
  • Manfred Maresch, Bezirksleiter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie im Bezirk Alsdorf
  • Dr. Stefan Gärtner, Strukturwandelforscher vom Institut Arbeit und Technik der Ruhr Uni
Der vollständige Livemitschnitt des Nachmittags:
https://www.pscp.tv/w/1vOxwOeypNoxB 

Ein Filmteam vom WDR war dabei. Der Beitrag in der Lokalzeit Aachen am 21.08.2017:
http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-aachen/video-lokalzeit-aus-aachen-1356.html