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Montag, 2. Oktober 2017

Bürgewaldgemeinden: Von guten Mächten wunderbar geborgen


Die Auseinandersetzung mit dem Wachszins von Arnoldsweiler brachte mich zu dem geistlichen Gedicht des evangelischen Theologen und NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer. Verfasst im Dezember 1944 in der Gestapo-Haft, ist es Bonhoeffers letzter erhaltener theologischer Text vor seiner Hinrichtung am 9. April 1945.
https://de.wikipedia.org/wiki/Von_guten_M%C3%A4chten_treu_und_still_umgeben

Siegfried Fietz singt 'Von guten Mächten wunderbar geborgen'.

1.
Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Refrain:
Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

2.
Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen
das Heil, für das du uns bereitet hast.

3.
Lass warm und still die Kerzen heute flammen,
die du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Lesenacht bei Kerzenschein und Wein

Am Samstag, den 04.11.2017 gibt es in der Arnolduskapelle um 19:30 Uhr eine Lesenacht bei Kerzenschein und Wein. Zitat: "Das Thema in diesem Jahr: Individuum – Familie – Gesellschaft. Wie sind wir geprägt von unserem Umfeld in Familie und Gesellschaft. Hören Sie dazu Lesungen aus verschiedenen Romanen aus unterschiedlichen Kulturen."
http://www.kirche-dueren-nord.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=59&Itemid=115

Montag, 11. September 2017

"Der Braunkohletourist" (Trailer)


Trailer zu "Der Braunkohletourist" from experimentellerrand on Vimeo.

Zitat Anfang

Der 'Braunkohletourist' ist ein Projekt zur Rodungssaison im Hambacher Forst, zur Kraftwerksabschaltung und zur Leitentscheidung der Tagebaue der Landesregierung NRW.

Die energiewirtschaftliche und energiepolitische Erfordernis des Braunkohlenbergbaus besteht nicht mehr. Die Braunkohleverstromung ist zum größten Teil nicht mehr systemrelevant und wird innerhalb der nächsten 10 Jahre zurückgebaut. Das Allgemeinwohl "Versorgungssicherheit" kann die Braunkohlenindustrie nicht mehr exklusiv für sich in Anspruch nehmen. Aufgrund der ausreichend vorhandenen Möglichkeiten der alternativen Stromerzeugung in NRW und darüber hinaus, kann diese Grundannahme nicht mehr überzeugen.

Dem gegenüber stehen folgende Gemeinwohlziele:
- Der Schutz der Bevölkerung vor Gesundheitsgefährdungen durch Quecksilber, Uran und weitere beim Braunkohletagebau freigesetzten giftigen Substanzen
- Der Schutz des Grundwassers
- Der Schutz der sozialen Gefüge von Siedlungen vor den mit einer Umsiedlung verknüpften sozialen Belastungen
- Der Erhalt der landwirtschaftlichen Betriebe
- Der Schutz der Umwelt vor großflächigen Landschaftszerstörungen, Grundwasserinfiltrationen und tektonischen Veränderungen
- Der Schutz vor Lärm durch Tagebaue, Autobahnverlegungen, etc.
- Der Schutz vor polizeilichen Großeinsätzen gegen Klimaschützer
- Der Schutz vor Feinstaubbelastung und CO2-Emissionen
- Die Ermöglichung einer Weiterentwicklung des Energieversorgungssystems in einem nachhaltigen Sinne
- Der Schutz unseres Weltklimas vor einer massiven anthropogenen Erderwärmung
- Der Schutz unseres globalen Lebensraumes

Alle diese genannten Gemeinwohlziele wiegen schwer. Die beiden letztgenannten sind von so existenzieller Bedeutung für den Fortbestand der menschlichen Zivilisation auf unserem Planeten, dass man auf die Förderung fossiler Ressourcen unter Gemeinwohlaspekten auch dann verzichten müsste, wenn die Sicherung der Energieversorgung damit gefährdet wäre. – Glücklicherweise ist sie es nicht!

In diesem Projekt bis 28. Februar 2016 werde ich versuchen, alle Möglichkeiten zu erproben, die Verschleppung der Energiewende in NRW zu verhindern. Unterstützung jeglicher Form erwünscht. Teilen ist das neue Haben.

respect existence or expect resistance.

Das Projekt wird auf jede erdenkliche Weise dokumentiert und es entsteht eine ausführliche Videodokumentation. Ich bin an jeder sachlichen Meinung zu diesem Themenkomplex interessiert. Mailt mir unter todde@experimentellerrand.de. Ich bin sehr gespannt auf dieses Experiment. Rheinisches Revier, ich komme.

Zitat Ende

Sonntag, 10. September 2017

Abschied vom Walde

Felix Mendelssohn Bartholdy: Abschied vom Walde
https://www.youtube.com/watch?v=ThwVQfZ0-UM&list=PLN-ZVQ9Hc8I5vIHJIJTi67P6mz1HN5oBM

O Thäler weit, o Höhen,
o schöner, grüner Wald,
du meiner Lust und Wehen
andächt'ger Aufenthalt!
Da draußen, stets betrogen,
saust die geschäft'ge Welt,
|: schlag' noch einmal die Bogen
um mich, du grünes Zelt! :|

Wenn es beginnt zu tagen,
die Erde dampft und blinkt,
die Vögel lustig schlagen,
dass dir dein Herz erklingt:
da mag vergeh'n, verwehen
das trübe Erdenleid,
|: da sollst du auferstehen
in junger Herrlichkeit! :|

Da steht im Wald geschrieben
ein ernstes, stilles Wort
von rechtem Tun und Lieben,
und was des Menschen Hort.
Ich habe treu gelesen
die Worte, schlicht und wahr,
|: und durch mein ganzes Wesen
ward's unaussprechlich klar. :|

Bald werd' ich dich verlassen,
fremd in der Fremde geh'n,
auf buntbewegten Gassen
des Lebens Schauspiel seh'n;
und mitten in dem Leben
wird deines Ernsts Gewalt
|: mich Einsamen erheben,
so wird mein Herz nicht alt. :|

Donnerstag, 7. September 2017

Hambacher Forst, eine forensische Bestandsaufnahme

100 Studenten, zwei Universitäten, 10.000 Bilder
http://www.andreasmagdanz.de/index.php?id=1001&linkurl=hambacher-forst-aufruf_de.txt

Nordrhein-Westfalen, Hambacher Forst, Fr., 19. Juli 2015, 14.00 Uhr. 100 Studenten der HAWK, der Hochschule für angewandte Kunst und Wissenschaft, Hildesheim, Holzminden, Göttingen und der RWTH, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule, Aachen.

In einem Abstand von 150 m zum Wald, bilden sie eine Menschenkette von nahezu 1 km, ein beeindruckendes Bild, ein spürbares Potential kreativer, positiver Energie.

Freitag, 25. August 2017

Kein schöner Land

Für die Bewohner von Manheim, die am Rande des Tagebau Hambach leben bzw. lebten und zum größten Teil bereits dem Tagebau gewichen sind, hat Hubert Perschke einen Bildband zu Manheim und seinen Bewohnern verlegt, um die Erinnerungen an das Dorf wach zu halten. Das Erinnerungsalbum "Mein Manheim" ist käuflich zu erwerben.

Eine Ausstellung wird unter dem Titel "Vergangenheit – Verlust – Veränderung" am Samstag, 9. September 2017 um 16:00 in Blankenheim eröffnet.
https://www.transition-initiativen.de/events/ausstellung-vergangenheit-verlust-veraenderung

Die Ausstellung „Ruhe, aber nicht in Frieden“ – Bilder aus dem Hambacher Forst von Hubert Perschke ging am Freitag, 12. Mai 2017, zu Ende.
https://gruene-juelich.de/2017/05/09/finissage-im-gruenen-buero/



1. Kein schöner Land in dieser Zeit
    als hier das unsre weit und breit,
    wo wir uns finden wohl unter Linden
    zur Abendzeit.

2. Da haben wir so manche Stund
    gesessen da in froher Rund
    und taten singen, die Lieder klingen
    im Eichengrund.

3. Dass wir uns hier in diesem Tal
    noch treffen so viel hundertmal,
    Gott mag es schenken, Gott mag es lenken,
    er hat die Gnad.

4. Nun, Brüder, eine gute Nacht,
    der Herr im hohen Himmel wacht;
    in seiner Güten uns zu behüten,
    ist er bedacht!

Melodie und Text: Anton Wilhelm von Zuccalmaglio (1803–1869), nach einer älteren Melodie, in: Kretzschmer/Zuccalmaglio, Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen, Berlin 1838–1840
http://www.liederprojekt.org/lied29166-Kein-schoener-Land.html

Freitag, 11. August 2017

#terranova

RWE: "Am Rand des Tagebaus Hambach liegt das forum :terra nova, das gleichzeitig als Aussichtspunkt, Begegnungsstätte und Ausstellungsort dient."
http://www.rwe.com/web/cms/de/2859790/rwe-power-ag/energietraeger/braunkohle/besucherinformation/

Weiter so wie bisher? Oder gelingt uns eine Kehrtwende hin zu einer gesunden Balance?

Die Videos dieser Playlist folgen einem Spannungsbogen ...



Terra Nova Voice: "Das ist ein Zielbild der Evolution, nicht das Projekt einer speziellen Gruppe. Es verwirklicht sich aus dem Zusammenschluss derer, die sich mehr und mehr erfassen lassen von dem Starkstrom der neuen Zukunft. In diesem Bewusstsein erkennen wir die ungeheure Verfehlung der Vergangenheit, die Absurdität auch nur eines einziges Gewehrs auf diesem Planeten, das kollektive Trauma, das uns so lange im Griff hatte."
http://terranovavoice.tamera.org/